behBerlin. - Mitte März fegten innerhalb weniger Wochen zwei heftige Wirbelstürme mit Starkregenfällen über den Südosten Afrikas und hinterließen Zerstörung und Verzweiflung. Vier Monate danach leben zehntausende Menschen in den betroffenen Ländern Mosambik, Malawi und Simbabwe nach wie vor in provisorischen Notunterkünften und sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Das Bündnis Entwicklung Hilft unterstützt die Menschen auch beim Wiederaufbau.

Straßen, Brücken und Wasserleitungen wurden ebenso zerstört wie Ackerflächen. Der Verlust der Ernten hat die ohnehin schon schwierige Ernährungssituation von Teilen der Bevölkerung verschärft. Es wird dauern bis eine neue Aussaat erntereif ist und sich die Menschen wieder selbst versorgen können.

Das erfordert akute Nothilfe und langfristige Unterstützung. In diesem Sinne leisten die Bündnis-Mitglieder und ihre lokalen Partner auch vier Monate nach der Katastrophe noch Nothilfe und versorgen Menschen mit lebensnotwendigen Hilfsgütern wie Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Hygieneartikeln. Gleichzeitig beginnt der Wiederaufbau. Bündnis-Mitglieder verteilen Saatgut und Werkzeuge, um Felder neu zu bestellen, stellen Mittel für die Reparatur der Wasserversorgung bereit und unterstützen den Bau von stabileren Häusern.

Die Hilfe ist nach wie vor ausbaufähig, berichten die Bündnis-Mitglieder. Es fehlt an finanziellen Mitteln für die weitere Nothilfe und den Wiederaufbau. Zudem kritisieren die Bündnis-Mitglieder die mangelnde Berücksichtigung von lokalen NGOs, denen kaum Mittel zur Verfügung stehen. Gerade im Hinblick auf die notwendige Langfristigkeit der Unterstützung und Einbindung in gesamtgesellschaftliche Prozesse sei aber die Einbeziehung der lokalen NGOs mit ihren Kontakten in die Gemeinschaften unabdingbar. "Wenn nicht jetzt abgestimmte, nachhaltige Maßnahmen für die Übergangshilfe und den Wiederaufbau auf den Weg gebracht werden, wird sich die Verwundbarkeit der Menschen noch weiter erhöhen", erklärte Peter Mucke, Geschäftsführer von Bündnis Entwicklung Hilft.

Laut WeltRisikoIndex 2018 sind Mosambik (Rang 42), Malawi (Rang 56) und Simbabwe (Rang 38) bereits jetzt sehr verwundbar gegenüber extremen Naturereignissen. "Eine dauerhafte Verbesserung der Infrastruktur und Stärkung der Katastrophenprävention gerade auch auf der kommunalen Ebene ist notwendig, um die Menschen besser gegen zukünftige extreme Naturereignisse zu schützen und Schäden zu reduzieren", so Mucke.

Quelle: www.entwicklung-hilft.de 


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