diakonieBerlin. - Der Jemen wird in den kommenden Jahren ein Schwerpunkt-Land für die Diakonie Katastrophenhilfe. Durch die offizielle Registrierung in Aden im Juli kann die Hilfsorganisation Hilfsprojekte einfacher umsetzen. Dabei geht es vor allem darum, die Ernährungslage der Menschen zu verbessern und sie vor der tödlichen Infektionskrankheit Cholera zu schützen.

"Nach mehr als vier Jahren Krieg sind die Menschen am Ende ihrer Kräfte", erklärte Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. "Gemeinsam mit unseren lokalen Partnern möchten wir ihnen bestmöglich helfen."

Von den 30,5 Millionen Einwohnern im Jemen sind etwa 80 Prozent auf humanitäre Hilfe angewiesen. Gemessen an der Einwohnerzahl ist es aktuell die größte humanitäre Krise weltweit. Mehr als 20 Millionen Menschen leiden an Hunger, zwei Millionen Kinder unter fünf Jahren sind mangelernährt. Fast 18 Millionen Menschen haben keinen sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser oder sanitären Anlagen. Allein im ersten Halbjahr 2019 sind fast eine halbe Million Cholera-Verdachtsfälle gemeldet worden. "Die Not im Jemen ist unvorstellbar. Mit unserer Hilfe wollen wir gezielt die Ernährung und Hygienesituation der Menschen verbessern", sagte Keßler.

Das evangelische Hilfswerk stattet Bäckereien im Westen des Landes mit Geräten und Backzutaten aus, um die Produktion von Brot deutlich zu erhöhen. Dadurch können tausende Menschen täglich mit dem Grundnahrungsmittel versorgt werden. Zudem baut die Diakonie Katastrophenhilfe Latrinen und repariert Brunnen und Wasserleitungen. So soll verhindert werden, dass sich die Cholera weiter ausbreitet. Martin Keßler: "Unsere Partner sind sehr erfahren in der Nothilfe. Zusammen werden wir die Hilfe in den kommenden Monaten und Jahren weiter ausbauen."

Quelle: www.diakonie-katastrophenhilfe.de 


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