bmz 100Berlin. - Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) ist zu einem Besuch in Namibias Hauptstadt Windhuk eingetroffen. Im Mittelpunkt der Reise in die ehemalige deutsche Kolonie stehen nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Regierungsgespräche und ein Zusammentreffen mit Vertretern der Volksgruppen der Herero und der Nama.

"Namibia ist dreißig Jahre nach der Unabhängigkeit eine stabile Demokratie", sagte Entwicklungsminister Müller. "Zugleich ist Namibia ein besonderer Partner für Deutschland. Wir haben eine historische Verantwortung für die deutsche Kolonialvergangenheit in Namibia und stehen zu dieser daraus erwachsenden Verpflichtung. Es ist unsere Aufgabe, nicht zu vergessen, sondern die deutsche Kolonialgeschichte aufzuarbeiten und den Versöhnungsprozess weiter zu stärken. Die offene und ehrliche Auseinandersetzung mit der Vergangenheit ist Fundament für die gemeinsame Zukunft."

Neben Regierungsgesprächen ist zentraler Schwerpunkt des Besuches das Zusammentreffen mit Vertretern der Volksgruppen der Herero und der Nama. "Wir wollen neue Formen der Zusammenarbeit besprechen", erklärte Müller.

Die Entwicklungszusammenarbeit ist integraler Bestandteil und eigenständige Säule der deutsch-namibischen Partnerschaft. Die namibische Wirtschaft steckt seit 2016 in einer anhaltenden Rezession. Das Land brauche dringend neue Wachstumsimpulse, so das BMZ. Das Land kämpfe zudem mit einer extremen Dürre.

Minister Müller sagte dazu: "Wir werden unsere Zusammenarbeit weiter ausbauen und neue Schwerpunkte setzen - insbesondere die Bereiche Ausbildung, Gesundheit und Energie wird Deutschland unterstützen."

Bei seinem Besuch trifft sich Minister Müller deshalb auch mit Vertretern von Kleinunternehmen und Start-ups. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt in Windhuk ein Gründerzentrum, das bedarfsgerechte Unternehmens- und Finanzdienstleistungen zur Verfügung stellt. Die Förderung von Innovation, Unternehmertum und Eigeninitiative sind ein wichtiges Ziel des vom BMZ initiierten Marshallplans mit Afrika. Minister Müller besucht darüber hinaus Katatura, um sich ein Bild von Armut und Not im städtischen Township zu machen.

Anschließend reist er weiter in den Norden des Landes, um gemeinsam mit dem Umwelt- und Tourismusminister im Bwabwata Nationalpark eine Parkstation einzuweihen. In Walvis Bay besichtigt Minister Müller den größten Tiefseehafen des Landes.

Quelle: www.bmz.de 


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