misereorAachen. - MISEREOR und seine Partnerorganisationen in Kolumbien haben die Rückkehr einer Gruppe von FARC-Kommandanten zu den Waffen verurteilt. Die Gruppe hatte verkündet, eine neue Guerilla gegründet zu haben und zu diesem Schritt durch den "Verrat am Friedensvertrag" seitens der aktuellen Regierung gezwungen worden zu sein.

In einer Videobotschaft verlas Ivan Márquez, einer der zentralen Verhandlungsführer der FARC in den Friedensgesprächen in Havanna, eine etwa dreißigminütige Erklärung, mit der die Abkehr vom Friedensabkommen von 2016 begründet wird.

Das Werk für Entwicklungszusammenarbeit MISEREOR unterstützt die ablehnende Reaktion vieler Partnerorganisationen auf diesen Schritt. Die Partner begleiten den Friedensprozess seit Jahrzehnten. "Die Rückkehr zu den Waffen seitens der FARC-Guerilla stellt den gesamten Friedensprozess in Frage und birgt ein hohes Risiko für weite Teile der Zivilbevölkerung, Opfer der Gewalt zu werden", sagte Länderreferent Stefan Tuschen.

"Wir und unsere Partner sind uns einig, dass der Friedensprozess gestärkt und fortgesetzt werden muss, auch wenn er sehr brüchig ist", betonte Tuschen. "Die kolumbianische Regierung sollte nun auf die friedensbereiten Teile der organisierten Zivilgesellschaft zugehen und aktive Schritte zu einer Konsolidierung des Friedensprozesses im rechtlichen und institutionellen Rahmen der Vereinbarung von 2016" unternehmen. Allein darin liege die Chance für einen nachhaltigen Frieden in Kolumbien.

Quelle: www.misereor.de 


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