bmz 100Berlin. - Deutschland verstärkt seine Partnerschaft mit Bangladesch, um die Arbeitsbedingungen in der Textilbranche zu verbessern. So wird die Zusammenarbeit mit dem nationalen Verband der Textilproduzenten und –exporteure (BGMEA) bei der Weiterentwicklung des "Grünen Knopfs" ausgebaut. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und dem Außenminister von Bangladesch, Abul Kalam Abdul Momen.

"Die Textilindustrie ist die Lebensader von Bangladesch", erklärte Minister Müller. "Viel zu oft gefährdet sie aber das Leben der Näherinnen. Als Verbraucher in Europa tragen auch wir Verantwortung für die Näherinnen. Der Grüne Knopf hilft dabei, denn er ist das Zeichen für nachhaltig produzierte Textilien. Aber auch die Regierungen müssen ihren Teil beitragen. Es ist deshalb wichtig, dass Bangladesch Verbesserungen durchgesetzt hat, wie die Erhöhung des Mindestlohns in der Textilbranche. Auf diesem Weg muss es weiter vorangehen, auch für Verbesserungen beim Brandschutz. Deutschland bietet dabei seine Unterstützung an."

Nach dem Einsturz der Textilfabrik Rana Plaza 2013 wurde der Accord on Fire and Building Safety in Bangladesh (ACCORD) gegründet. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützt dessen Ziele mit sieben Millionen Euro, damit Investitionen in Sicherheitsmaßnahmen gefördert werden können. Zudem hat das BMZ zusammen mit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) 300 Arbeitsinspektoren ausgebildet, um die staatliche Aufsicht über Textilfabriken zu verbessern.

Quelle: www.bmz.de 


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