worldvisionFriedrichsdorf. - Die internationale Kinderhilfsorganisation World Vision hat den sofortigen Stopp aller Kampfhandlungen in Syrien und die Aufnahme von Verhandlungen für einen dauerhaften Frieden in dem Land gefordert. "Nach fast 9 Jahren anhaltender Kämpfe, Tausenden von Toten und Verletzten, Hunderttausenden Vertriebenen und der weitgehenden Zerstörung von Infrastruktur muss es endlich Frieden geben", erklärte Ekkehard Forberg, Experte für Konfliktbearbeitung und Friedensförderung bei World Vision Deutschland.

"Deutschland und die EU müssen ihre Zurückhaltung endlich aufgeben und sollten sich in die Verhandlungen stärker einbringen", betonte Forberg.

Nach den jüngsten Kämpfen im Nordosten des Landes stellt sich die Situation in der Region nach Angaben von World Vision chaotisch dar. Internationale Hilfsorganisationen mussten ihre Mitarbeiter zurückberufen und Hilfsmaßnahmen einstellen. Mehr als 190.000 Menschen, davon etwa 70.000 Kinder, waren erneut gezwungen, in andere Regionen des Landes oder in Nachbarländer zu fliehen. Geschätzt 450.000 leben in der umkämpften Zone, mehr als 90.000 in Flüchtlingslagern.

Viele Familien mussten bereits mehrfach fliehen und immer wieder ihr Hab und Gut zurücklassen. Eine zentrale Wasserversorgungsstation wurde bombardiert und Krankenhäuser zerstört. Mindestens 1,65 Millionen Personen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

"So viele syrische Kinder kennen nichts anderes als Krieg und Gräueltaten", sagte Forberg. "Schon wieder müssen sie Angst vor neuen Gefechten und Bombardierungen haben und ihre vertraute Umgebung und Freunde verlassen. Wir fordern, dass die Zivilbevölkerung geschützt und der Zugang für Hilfsmaßnahmen gewährleistet wird."

World Vision kümmert sich u.a. mit Hilfe von Partnern in mehreren Landesteilen Syriens um Hundertausende Flüchtlinge und um Neuankömmlinge im Irak und will die Hilfsmaßnahmen weiter aufstocken. 

Quelle: www.worldvision.de 


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