caritasFreiburg. - Der Hurrikan "Eta" hat in Mittelamerika viele Opfer und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Caritas international, das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes, stellte 50.000 Euro für die Nothilfe bereit. Die nationalen Caritasverbände von Guatemala und Honduras sammeln für die Sturmopfer Lebensmittel, Hygieneartikel, Kleidung sowie Geld. Zudem werden obdachlos gewordenen und evakuierten Menschen Notunterkünfte zur Verfügung gestellt.

"Die Situation in den Notquartieren ist unter Corona-Bedingungen jedoch äußerst schwierig", sagte Julia Wiget, Referentin für Guatemala und Honduras bei Caritas international. "Ein Abstandhalten ist dort nicht möglich, zudem fehlt es an Masken und Desinfektionsmittel." Der Kampf gegen das Virus werde damit zurückgeworfen. Hurrikan "Eta" trifft Mittelamerika mitten in der Corona-Pandemie.

"Auch wenige Tage nach dem Sturm ist die Lage immer noch sehr unübersichtlich", berichtete Wiget. "Besonders der sturzflutartige, nicht enden wollende Regen bedroht nach wie vor die Menschen." Tausende haben ihre Häuser fluchtartig verlassen müssen, um sich vor den Schlammlawinen und Fluten zu retten. In Guatemala wurde das Dorf Quejá, im Departement Alta Verapaz, verschüttet. 150 Häuser wurden zerstört, die Behörden rechnen mit etwa 50 Toten. Im Departement Cortes von Honduras mussten Menschen tagelang auf den Dächern ihrer Häuser ausharren, bevor sie gerettet werden konnten.

In Honduras sind nach Schätzungen etwa 1,7 Millionen Menschen von der Naturkatastrophe betroffen. In Guatemala kamen nach Regierungsangaben mehr als 50 Menschen ums Leben, viele gelten noch als vermisst. Die Opferzahlen werden vermutlich noch weiter steigen. Der Sturm, der am Wochenende über Kuba hinweg zog, bewegt sich weiter in Richtung Vereinigte Staaten.

Quelle: www.caritas-international.de 


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