venro 200Berlin. - Seit nunmehr einem Vierteljahrhundert setzen sich deutsche Nichtregierungsorganisationen unter dem Dach von VENRO (Verband Entwicklungspolitik und humanitäre Hilfe) gemeinsam für globale Gerechtigkeit, Solidarität und Nachhaltigkeit ein. Das 25-jährige Jubiläum seiner Gründung würdigt der Verband auf seiner Mitgliederversammlung am 9. Dezember.

57 Organisationen schlossen sich im Dezember 1995 mit dem Ziel zusammen, "ihren Beitrag für mehr Gerechtigkeit in der Einen Welt zu verstärken". Inzwischen haben sich 141 Organisationen unter dem Dach von VENRO vereinigt. "Das gemeinsame Anliegen, Armut weltweit zu überwinden, die Menschenrechte zu verwirklichen und die natürlichen Lebensgrundlagen zu bewahren, ist heute leider so dringlich geblieben wie vor 25 Jahren", erklärte Bernd Bornhorst, Vorstandsvorsitzender von VENRO.

Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe konnten in den vergangenen Jahrzehnten viel Positives bewirken. So haben immer mehr Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser und auch die Kindersterblichkeit ist gesunken. Auf der anderen Seite steigt die Zahl der Menschen, die in extremer Armut leben, wieder an, und die humanitäre Hilfe in langandauernden Konflikten ist für viele Organisationen zum Normalfall geworden. Die langfristigen Folgen der Corona-Pandemie auf die globalen Entwicklungsziele sind in ihrem ganzen Ausmaß noch lange nicht absehbar.

"Entwicklungs- und humanitäre Organisationen leisten Enormes, um die wachsenden globalen Herausforderungen zu bewältigen", erklärte Bornhorst. "Die Ursachen für Hunger und Armut werden wir aber nur überwinden, wenn wir unsere Wirtschafts- und Lebensweise grundsätzlich überdenken. VENRO wird daher auch in Zukunft mit den gebündelten Kräften seiner Mitgliedsorganisationen für eine nachhaltige Politikgestaltung eintreten, die ein menschenwürdiges Leben für alle ermöglicht und sich an den begrenzten Ressourcen unseres Planeten orientiert."

Auf Grund der aktuellen Pandemie-Situation verzichtet VENRO auf eine Festveranstaltung und würdigt sein 25-jähriges Bestehen mit einem Rahmenprogramm auf seiner digitalen Mitgliederversammlung. Als Gäste erwartet VENRO Entwicklungsminister Gerd Müller sowie die ehemaligen Vorsitzenden von VENRO, Peter Molt, Reinhard Hermle, Claudia Warning und Ulrich Post. Bundeskanzlerin Angela Merkel übermittelt ihr Grußwort in einer Videobotschaft.

Quelle: www.venro.org 


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