bmz 100Genf. - Entwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) hat am Montag neue und zusätzliche Mittel in Höhe von 200 Millionen Euro (228,3 Millionen US-Dollar) für "Education Cannot Wait" (ECW) angekündigt. ECW ist der globale Fonds der Vereinten Nationen für Bildung in Notsituationen und lang anhaltenden Krisen.

"Am Welttag der Bildung will die Bundesregierung ein starkes Zeichen des Handelns gegen die weltweite Bildungskrise setzen und damit andere Geber ermutigen, sich ebenfalls zur nachhaltigen Finanzierung von Bildung in Notsituationen zu verpflichten", sagte Schulze.

Mit dieser Neuzusage erhöht sich der deutsche Gesamtbeitrag an ECW auf über 318,8 Millionen Euro (362,7 Millionen US-Dollar). Durch die neue Mehrjahreszusage wird Deutschland laut BMZ zum größten Geber bei ECW und übernimmt bei der Zusage mehrjähriger Finanzierungen eine Führungsrolle. Mehrjahreszusagen sind wichtig für eine bessere Planbarkeit und Wirksamkeit von Bildungsmaßnahmen in lang anhaltenden Krisensituationen.

Mit dem deutschen Beitrag steigen die Mittel des ECW-Treuhandfonds auf 1,1 Milliarden US-Dollar. Da der Fonds mit seinen Länderprogrammen zusätzlich mehr als eine Milliarde Dollar hebeln kann, ist er somit in den wenigen Jahren seit seiner Gründung bereits zu einem globalen Zwei-Milliarden-Dollar-Fonds angewachsen. Die drei größten Geber von ECW sind nun Deutschland, Großbritannien und Dänemark.

Yasmine Sherif, die Leiterin von "Education Cannot Wait", kommt heute in Genf mit Bundesministerin Schulze zusammen, um die neue Mittelzusage am Welttag der Bildung zu verkünden und dabei den dringenden Bedarf für weitere Mittel hervorzuheben, mit denen weltweit die Millionen von Kindern und Jugendlichen in Krisen unterstützt werden können, die aktuell ihr Menschenrecht auf Bildung aufgrund von bewaffneten Konflikten, Flucht und Vertreibung, klimabedingten Katastrophen und lang anhaltenden Krisen nicht wahrnehmen können.

"Bildung ist der Schlüssel für Millionen Mädchen und Jungen auf der ganzen Welt, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen und ein würdevolles Leben zu führen", sagte Entwicklungsministerin Schulze. "Die Covid-19-Pandemie droht die Bildungserfolge der letzten Jahrzehnte zunichtezumachen. Auf der ganzen Welt sind Schulen geschlossen und es ist zu befürchten, dass viele Schülerinnen und Schüler nicht mehr da sein werden, wenn sie wieder öffnen. Dazu kommen Millionen Kinder auf der Flucht, die nicht zur Schule gehen können."

"Diese entscheidenden Beiträge der Bundesregierung sind ganz wesentlich für die Erreichung unseres Ziels, allen Mädchen und Jungen in Krisensituationen die Hoffnung und Chancen zu geben, die eine hochwertige Bildung ermöglicht. Wir rufen alle staatlichen und privatwirtschaftlichen Partner auf, dem deutschen Beispiel zu folgen und den Auftrag von 'Education Cannot Wait' mit einer Dringlichkeitsfinanzierung von einer Milliarde US-Dollar zu unterstützen", erklärte der UN-Sondergesandte für globale Bildung und Vorsitzende des Hochrangigen Steuerungsgremiums von ECW, Gordon Brown.

Quelle: www.bmz.de


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