Witten/Berlin (epo). - Als erster Deutscher hat Prof. Karl-Ulrich Rudolph, Leiter des Instituts für Umwelttechnik und Management an der Universität Witten/Herdecke, die Innovationsweltmeisterschaft im Bereich "Wassermanagement" gewonnen. Rudolph und sein Team, an dem das südafrikanische Unternehmen "Biwater" beteiligt ist, wurden für ein Franchise-Modell ausgezeichnet, das Mängel beim Betrieb und der Instandhaltung von Wasser- und Abwasseranlagen beheben soll. Solche Mängel gelten als eine der Hauptursachen für die hohe Mortalität in Ländern des Südens.

Rudolphs Team setzte sich gegen 2752 Mitbewerber durch. Der Wittener Wissenschaftler nahm aus den Händen von Weltbankpräsident Paul Wolfowitz die Auszeichnung entgegen, die mit einer Förderzusage über 200.000 US-Dollar verbunden ist.

An dem weltweit ausgeschriebenen Wettbewerb "Innovationen bei Wasser-, Abwasser und Energiedienstleistungen für die arme Bevölkerung" hatten 2752 Bewerber teilgenommen, 110 kamen in die Endausscheidung. Als Sieger des Globalen Wettbewerbs 2006 wurden 30 Preisträgern insgesamt fünf Mio. US$ zuerkannt worden.

Seit seiner Gründung setzt das Institut für Umwelttechnik und Management an der Privaten Universität Witten/Herdecke gGmbH konsequent die Verbindung ingenieur- technischer und wirtschaftlicher Fragestellungen um und nutzt die Möglichkeit, in Zusammenarbeit mit den Fakultäten für Biowissenschaften sowie Wirtschaftswissenschaften, Promotionen sowohl zum Dr.-Ing. als auch zum Dr. rer. pol. zu betreuen. Der Fokus liegt heute bei Themen der klassischen Siedlungswasserwirtschaft in enger Verknüpfung mit angewandter Umweltökonomie.

Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten des Institutes zur Kostenoptimierung im Abwasserbereich haben die bundesdeutsche Diskussion nachhaltig geprägt, insbesondere im Zusammenhang mit dem so genannten "optimierten Regiebetrieb", den Abwasser-Betreibermodellen und weiteren Organisationsformen (Teilhoheits- bzw. Betriebsüberlassungsmodell).

Universität Witten/Herdecke


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