Henry MathewsKöln (epo.de). - Der Dachverband der Kritischen Aktionäre trauert um sein geschäftsführendes Vorstandsmitglied Henry Mathews. Der 40jährige starb auf einer Kanufahrt in Schweden an einem Herzinfarkt. Mathews war einer der profiliertesten Konzernkritiker in Deutschland und zeigte auf zahlreichen Hauptversammlungen großer Konzerne immer wieder wirtschafliche, soziale und ökologische Missstände auf.

Der gebürtige Berliner und gelernte Journalist, der den Dachverband der Kritischen Aktionäre seit 13 Jahren leitete, hatte auf zahllosen Aktionärsversammlungen Vorstände und Aufsichtsratsmitglieder deutscher Firmen wegen ihrer Geschäftspolitik kritisiert. Wie jetzt bekannt wurde, starb er am 30. Juli im Urlaub in Schweden.

"Mathews zeichnete sich durch große Vielseitigkeit aus, dies kam zum Ausdruck wenn er Rüstungsfirmen wegen ihrer Rüstungsproduktion und -exporte, Energiefirmen wegen ihrer Atomanlagen angriff, wenn er Arbeitsplatzeinsparungen anprangerte und Mitbestimmungsfragen thematisierte", heißt es in einer Stellungnahme der Vorstandskollegen Dorothea Kerschgens, Bernd Moritz, Paul Russmann. "Internationale Kontakte lagen ihm am Herzen und er bemühte sich mit Erfolg, jährlich Mitarbeiter deutscher Niederlassungen im Ausland hier in Aktionärsversammlungen zu Wort kommen zu lassen."

Eduard Bernhard vom Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) erklärte: "Durch seine fundierten Argumente brachte Henry Mathews Aufsichtsräte und Vorstände immer wieder ins Schwitzen und oft auch in Erklärungsnot. Henry Mathews und ich mussten bei den Hauptversammlungen so manche Unmutsäußerungen hinnehmen. Henry Mathews hat dies mit großer Geduld ertragen und sich nie von seinem kritischen Kurs abbringen lassen. Dafür gebührt ihm hohe Anerkennung und Dank. Es wird kaum möglich sein, diese Ausnahme-Persönlichkeit zu ersetzen."

Kritische Aktionäre


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