UnitaidBerlin (epo.de). - Ein neuer, in New York gegründeter Fonds soll große Mengen an AIDS-Medikamenten kaufen und Patienten in Entwicklungsländern zur Verfügung stellen. Der von Brasilien, Frankreich, Norwegen, Großbritannien und Chile ins Leben gerufene Fonds speise sich aus einer Solidaritätssteuer auf Flugtickets, berichtet der Informationsbrief Weltwirtschaft und Entwicklung (W&E) auf seiner Website. 

Damit werde eine Idee umgesetzt, die die Präsidenten Brasiliens und Frankreichs, Luiz Lula da Silva und Jacques Chirac, vor zwei Jahren im Rahmen der "Aktion gegen Hunger und Armut" lanciert hatten, so W&E. In Anwesenheit von Lula und Chirac, des norwegischen Premierministers Jens Stoltenberg sowie von UN-Generalsekretär Kofi Annan sei der Fonds am Rande eines hochrangigen UN-Treffens zum Kampf gegen Armut in den 50 am wenigsten entwickelten Ländern (LDCs) in New York aus der Taufe gehoben worden.

Der neue Fonds mit dem Namen Unitaid habe seinen Sitz in Genf und solle sich auf den Kampf gegen HIV/AIDS, Malaria und Tuberkulose, die schlimmsten Massenkrankheiten in den Ländern des Südens, konzentrieren, berichtet W&E. Die Clinton-Stiftung solle mit den großen Pharmakonzernen Rabatte für den Medikamenteneinkauf in großem Stil aushandeln. Im Jahr 2007 sollen vor allem über die Flugticket-Steuer 300 Millionen US-Dollar in den Fonds fließen.

Wie W&E weiter berichtet, haben 18 Länder angekündigt, sich an der Ticket-Steuer zu beteiligen. Neben Frankreich, Norwegen und Großbritannien habe sich auch Luxemburg zur Beteiligung bereit erklärt, während aus Deutschland noch kein Signal in dieser Richtung zu vernehmen sei.

Informationsbrief Weltwirtschaft & Entwicklung
Unitaid


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