BMZBerlin (epo.de). - Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat angesichts verheerender Überflutungen in den Ländern am Horn von Afrika insgesamt 1,35 Millionen Euro Nothilfe-Mittel für die betroffenen Menschen zugesagt. "In Teilen Somalias, Kenias und Äthiopiens leiden fast zwei Millionen Menschen an den Folgen des Hochwassers. Diesen Menschen muss schnell geholfen werden - vor allem mit Nahrungsmitteln", sagte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul am Donnerstag in Berlin.

Die Nothilfe-Mittel werden nach Angaben des BMZ dem Internationalen Roten Kreuz und dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) zur Verfügung gestellt, um die Menschen vor Ort mit Lebensmitteln zu versorgen. Ein Teil der Mittel gehe aber auch in Maßnahmen zum Hochwasserschutz.

Die Länder am Horn von Afrika sind nach einer mehrjährigen Dürrezeit jetzt von massiven Regenfällen betroffen. Der Boden ist so ausgetrocknet und hart, dass er das viele Wasser nicht aufnehmen kann. Dadurch wird die Lage noch zusätzlich verschlimmert. Experten gehen dem BMZ zufolge davon aus, dass diese Wetterentwicklung von langen Trockenzeiten und anschließend heftigen Niederschlägen eindeutig auf den Klimawandel zurückzuführen ist.

"Hier zeigt sich einmal mehr, dass vor allem Entwicklungsländer besonders von den Folgen des Klimawandels betroffen sind", erklärte Wieczorek-Zeul. "Die Industrieländer müssen dabei größere Verantwortung übernehmen und schnell handeln. Dazu gehört auch, den in Nairobi ausgehandelten Anpassungsfonds schneller mit mehr Mitteln auszustatten, damit den Folgen des Klimawandels in den Entwicklungsländern effektiv begegnet werden kann."

 BMZ


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