MalteserKöln/El Fasher (epo.de). - Die Malteser haben wegen neuer Kämpfe in der sudanesischen Provinz Darfur ihr Gesundheitsprogramm vorübergehend eingeschränkt. "In den vergangenen Tagen war eine groß angelegte Impfkampagne gegen Kinderlähmung geplant. Doch wegen Kämpfen mitten in El Fasher konnten unsere Mitarbeiter die Stadt nicht verlassen und kein einziges Kind impfen", erklärte Georg Nothelle, der Leiter des Afrika-Referats bei Malteser International.

"Wir hoffen, dass die internationalen Friedensbemühungen endlich Erfolg haben. Sonst fürchten wir, dass noch mehr Menschen von grundlegenden Gesundheitsdiensten abgeschnitten sein werden", sagte Nothelle. Seit 2003 bekämpfen sich in der westsudanesischen Provinz arabische Milizen und schwarzafrikanische Rebellen. Bei dem Angriff auf einen Markt in El Fasher, der Hauptstadt von Nord-Darfur, und anschließenden Unruhen wurden in den vergangenen Tagen sechs Menschen getötet. Am Samstag attackierten Bewaffnete in West-Darfur nach UN-Angaben einen Lastwagen mit Hilfsgütern und töteten etwa 30 Zivilisten.

Die Malteser stellen südlich von El Fasher die Gesundheitsversorgung für etwa 115.000 Menschen sicher. Sie kümmern sich vor allem um Schwangere, behandeln Kleinkinder und deren Mütter und bekämpfen Cholera und Malaria.

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