InWEntBonn (epo.de). - Im Alten Bonner Rathaus ist das InWEnt-Projekt "Kompetenz und Stärkung kommunaler Zusammenarbeit und Entwicklung" gestartet worden. Ziel ist es, die Austragungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika bei der Vorbereitung zu unterstützen. Die InWEnt-Servicestelle Kommunen in der Einen Welt berät und vernetzt deutsche und südafrikanische Städte, um kommunale WM-Partnerschaften auf den Weg zu bringen. Vertreter aus den deutschen WM-Städten 2006 berieten nun erstmals über die Zusammenarbeit.

Eine entwicklungspolitische Öffentlichkeits- und Bildungskampagne in Deutschland begleitet die Zusammenarbeit. Sie soll die Öffentlichkeit auf die erste afrikanische Fußball-WM einstimmen und überdies Neugier wecken für den Kontinent.

Der Botschafter Südafrikas, S.E. Moses Mabokela Chikane, unterstrich die wichtige Rolle der WM für die weitere Entwicklung seines Landes und des afrikanischen Kontinents: "We want to show and give the world more hope and growing confidence in South Africa. We will show a different face of the African continent." Peter Finger, Bürgermeister der Stadt Bonn, sicherte die Unterstützung bei der Öffentlichkeitskampagne zu.

Die besondere Rolle der Kommunen für Organisation und Gestaltung einer WM machte Ramin Soufiani von InWEnt in der Projektvorstellung deutlich. Der Koordinator des Projekts in Deutschland erläuterte, dass gerade die Gastgeberstädte (Host Cities) sehr viel leisten müssten: "Ein Großteil der mit der WM zusammenhängenden Aufgaben muss durch die Austragungsorte erledigt werden. Die WM hängt somit entscheidend von den kommunalen Kompetenzen ab. Auch in Deutschland waren die Städte durch ihre hervorragende Arbeit maßgeblich am Erfolg der WM beteiligt. Unsere Erfahrungen könnten in der WM-Vorbereitung für 2010 viele Schwierigkeiten aus dem Weg räumen und die südafrikanischen Partner dabei unterstützen, ihre eigenen Lösungen für Herausforderungen und Probleme zu finden." Unterstützung aus Deutschland ist in vielen kommunalen Handlungsfeldern willkommen, wie der Auftakt-Workshop für die Host Cities im November 2006 in Südafrika zeigte.

In Bonn loteten die Vertreter der deutschen WM-Städte Kooperationen aus und sprachen über Kurzzeiteinsätze und Seminare. Sie sehen auch Chancen für eine Erweiterung von Kompetenzen und die Stärkung des internationalen Profils ihrer Städte. Bestehende Verbindungen und Partnerschaften zwischen Deutschland und Südafrika sollen genutzt werden. Die Themen der Zusammenarbeit reichen von Vertragsfragen, Netzwerkbildung, Projektmanagement und Logistik bis hin zu Public Viewing und WM-Volunteers. Die WM-Städte machten deutlich, wie unerwartet groß die Herausforderungen für sie gewesen seien und dass sie die gewonnenen Erfahrungen gerne und "ohne eigene kommerzielle Interessen" an ihre Kollegen in Südafrika weitergeben wollen.

Michael Gräf von InWEnt, künftiger Ansprechpartner des Projekts in Südafrika, wird in den nächsten Wochen gemeinsam mit den Host Cities konkrete Anforderungen und Themen für die Zusammenarbeit identifizieren. Botschafter Chikane lobte das Vorhaben, durch das die bereits bestehende Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Südafrika nachhaltig ausgebaut werden könne: "We are not only working for 2010, 2010 will only be a milestone for a solid relationship."

Das Projekt wird gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Es ist Bestandteil der deutsch-südafrikanischen Regierungsvereinbarungen im Kontext der WM 2010. Kooperationspartner sind bislang das Auswärtige Amt, der Deutsche Fußball-Bund (DFB), die South African Local Government Association (SALGA), die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) und das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM).

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