CaritasFreiburg (epo.de). - Aufgrund des Massen-Exodus irakischer Flüchtlinge steht der Nahe Osten nach Einschätzung von Caritas international vor einer humanitären Katastrophe. "Die ganze Region befindet sich am Scheidepunkt", warnte Oliver Müller, Leiter von Caritas international. In den vergangenen Wochen habe sich die Lage vor allem in Syrien und Jordanien aufgrund des starken Zustroms von irakischen Flüchtlingen dramatisch zugespitzt. Die Suche nach politischen Lösungen für den Irak müsse Hand in Hand gehen mit einer schnellen humanitären Hilfsaktion.

Laut Schätzungen von Caritas-Partnern sind bereits 1,8 Millionen Iraker in die Nachbarländer geflüchtet. Zwei Millionen wurden innerhalb des Irak vertrieben. In Jordanien und Syrien, wo Caritasverbände Flüchtlinge mit Lebensmitteln sowie medizinischer und finanzieller Nothilfe versorgen, sind die Kapazitätsgrenzen aller Helfer und auch der Gastländer überschritten. 

"Es ist beschämend, wie wenig für die Flüchtlinge getan werden kann, weil es am nötigen Geld fehlt", so Oliver Müller. Laut offiziellen Zahlen fliehen jeden Monat 100.000 Iraker. 800.000 Flüchtlinge sollen sich in Syrien sowie 700.000 in Jordanien befinden.
 
Angesichts der dramatischen Lage rief Caritas international die deutsche Bundesregierung dazu auf, sich stärker für die Flüchtlinge in der Region zu engagieren. "Deutschland darf die humanitäre Hilfe für die Flüchtlinge nicht den ohnehin überforderten Nachbarländern überlassen", erklärte Müller.
 
Spenden mit Stichwort "Irak" werden erbeten auf:
 
Caritas international, Freiburg, Spendenkonto 202 bei der Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe BLZ 660 205 00
www.caritas-international.de
 
Diakonie Katastrophenhilfe, Stuttgart, Spendenkonto 502 707 bei der Postbank Stuttgart BLZ 600 100 70
www.diakonie-katastrophenhilfe.de/spenden/


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