GTZEschborn (epo.de). - Die Europäische Union (EU) hat die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) beauftragt, die ländliche Entwicklung in Osttimor zu fördern. Die EU erweitert mit 8,5 Millionen Euro ein laufendes Vorhaben, das die GTZ im Auftrag des Entwicklungsministeriums (BMZ) bereits seit Anfang 2006 verwirklicht.

Konkret plant die GTZ nun Produzentengemeinschaften, Genossenschaften und Erzeugerverbände zu fördern und landwirtschaftliche Verarbeitungsbetriebe aufzubauen. Der Nutzen für die Bauern: höhere Gewinne durch weitere Verarbeitungsstufen ihrer Produkte. Darüber hinaus stehen aber auch die Unterstützung des Handwerks- und Dienstleistungsgewerbes im Focus sowie der Aufbau eines funktionierenden Finanzwesens mit Kreditinstituten.

Durch die gemeinsame Finanzierung entsteht eine BMZ-EU-Kooperation im Wert von 12,5 Millionen Euro. Die Bedeutung des Zusammenschlusses für seine Arbeit erläutert Günther Kohl, GTZ-Experte für ländliche Entwicklung und seit Jahren in der Region tätig: "Wir können unsere Aktivitäten regional ausweiten und die Bereiche Agrarpolitik und Wirtschaftsentwicklung, ländliche Wirtschaftsinitiativen, Betriebsentwicklung und Marktproduktion noch wirksamer unterstützen."

Osttimor ist der zweitjüngste Staat der Völkergemeinschaft, mit einer Fläche so groß wie Sachsen. Erst 1999 zog das indonesische Militär aus dem kleinen Land ab und hinterließ den eine Million Timoresen eine stark zerstörte Heimat: Aus diesem Grund hat die GTZ bereits 2000 im Auftrag des BMZ in Timor Leste Nothilfe geleistet und die Bevölkerung mit Trinkwasser und Lebensmitteln versorgt.

Heute berät die GTZ auch das Landwirtschaftsministerium bei der ländlichen Entwicklung. Für die GTZ-Experten geht es jedoch um mehr, als nur die politische Beratung des Ministeriums. Sie arbeiten auch direkt mit den Bauern vor Ort zusammen, um deren Lebensumstände nachhaltig und wirkungsvoll zu verbessern.

www.gtz.de


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