gtzEschborn (epo.de). - Dank einer funktionierenden Katastrophenvorsorge mit Frühwarnsystemen, Notfallzentren und Koordinierungsinstanzen hat die Flutkatastrophe Mosambik nicht unvorbereitet getroffen. Vor allem habe die nationale Behörde für Katastrophenvorsorge (INGC) die Kompetenz bewiesen, Hilfsmaßnahmen im Katastrophenfall effektiv zu steuern, erklärte die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) am Montag in Eschborn. Die GTZ berät die INGC im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in drei Provinzen in Zentralmosambik.

Die Katastrophenvorsorge habe sich auch in der aktuellen Situation bewährt, so die GTZ. "Der Zyklon Fl?vio ist nun auch über die Region B?zi hinweggegangen und wir sind mit der Nothilfe voll beschäftigt. Die positive Nachricht ist, dass das nun von der Distriktregierung geleitete Frühwarnsystem funktioniert hat", berichtete GTZ-Berater Wolfgang Stiebens.

Ein schneller Informationsfluss ist laut GTZ die wesentliche Voraussetzung für die Katastrophenvorsorge. Die 285 Mitarbeiter der INGC koordinieren die Zusammenarbeit aller an der Vorsorge Beteiligten, von der Regierung über die regionalen und lokalen Verwaltungen bis hin zur Bevölkerung. Schaltstellen für die Vorsorge sind die Notfallzentren. Dort werden Informationen über den Bedarf an Hilfe gebündelt. Die Zentren planen Evakuierungen und richten Auffanglager ein. In ausgewählten Notfallzentren sind Vertreter aus den Ministerien anwesend. Sie führen im Katastrophenfall täglich Lagebesprechungen durch und bereiten zügig Entscheidungen vor.

Die Bevölkerung ist der GTZ zufolge eng in die Katastrophenvorsorge eingebunden. Beispielsweise lesen die Menschen in ihren Orten regelmäßig die Pegelstände ab und bilden lokale Komitees, die ausgebildet werden, um Evakuierungen professionell durchzuführen. Damit sich möglichst viele Menschen für diese Aufgaben qualifizieren, wird die Katastrophenvorsorge fester Bestandteil der Lehrpläne in den Schulen. Um die Abläufe, vor allem den Informationsfluss, für den Krisenfall zu trainieren, führen die GTZ-Berater Simulationsübungen durch.

Die Katastrophenvorsorge ist ein zentraler Bestandteil des mosambikanischen Aktionsplans zur Armutsminderung. Das BMZ hat für das Vorhaben 1,75 Millionen Euro bereitgestellt. Ein Förderer der Katastrophenvorsorge ist die Münchner Rückversicherung. Sie hat das Frühwarnsystem bislang mit 200.000 Euro unterstützt.

 www.gtz.de


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