Wieczorek-ZeulBerlin (epo.de). - Ohne Zugang zu ausreichend Energie ist eine nachhaltige Entwicklung in Afrika nicht möglich. Das hat Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) am Dienstag auf dem Afrika-Europa Energieforum in Berlin bekräftigt. Eine gesicherte Energieversorgung sei auch eine wichtige Voraussetzung zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen bis zum Jahr 2015, sagte die Ministerin.

Rund die Hälfte der afrikanischen Bevölkerung lebt nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) in absoluter Armut, 70 Prozent sind auf traditionelle Biomasse als einzige Energieform angewiesen. Es gelte, die afrikanischen Länder dabei zu unterstützen, ihren großen Energiebedarf zu decken, um ihnen wirtschaftliches Wachstum zu ermöglichen. Dabei sollten vor allem erneuerbare Energien gefördert werden, um negative Auswirkungen auf das Klima möglichst zu vermeiden und um die Abhängigkeit der afrikanischen Volkswirtschaften von teurem Öl zu verringern.

Die Bundesregierung fördert dem BMZ zufolge in Afrika zurzeit Energie-Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von 386 Millionen Euro. Das Afrika-Europa Energieforum sei ein wichtiger Schritt zur Bildung einer Partnerschaft, die der Verbesserung der Energiesicherheit sowie der Bekämpfung der Armut und des Klimawandels dient.

Ministerin Wieczorek-Zeul kündigte an, die Doppelpräsidentschaft Deutschlands in der EU und der G8 im Jahr 2007 zu nutzen, um eine nachhaltige Energiepolitik in den Ländern Afrikas stärker zu fördern: "Eine langfristige Energiepartnerschaft ist für Afrika und Europa in beiderseitigem Interesse", sagte die Ministerin.

www.bmz.de


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