Heidemarie Wieczorek-ZeulBerlin (epo.de). - Zum Weltwassertag am 22. März hat Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) bekräftigt, der Wassersektor bleibe ein zentraler Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. "Wir dürfen uns niemals damit abfinden, dass jeden Tag 6.000 Menschen sterben, weil sie keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben", erklärte die Ministerin in Berlin. Deutschland sei bereits der drittgrößte bilaterale Geber im Wassersektor.

In den Millenniums-Entwicklungszielen der Vereinten Nationen werde anerkannt, dass die Verbesserung der Wasserver- und Abwasserentsorgung ein Herzstück im Kampf gegen die globale Armut ist, erklärte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Das Erreichen dieses Zieles sei allerdings eine große Herausforderung. Nach heutigem Stand müssten bis zum Jahr 2015 zusätzlich 600 Millionen Menschen mit Wasser versorgt werden. Die weltweite Wasserknappheit gemeinsam und effektiv zu bekämpfen, stehe daher im Mittelpunkt des diesjährigen Weltwassertages.

Die Folgen von Wassermangel für die einzelnen Menschen sind dramatisch: 80 Prozent aller Krankheiten in den Entwicklungsländern haben ihre Ursache in verschmutztem Wasser. 6.000 Menschen sterben täglich, weil sie keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben, darunter 4.000 Kinder. Wassermangel verringert in vielen Staaten die Wirtschaftskraft in erheblichem Maße. Auch für die Gleichberechtigung der Geschlechter sind Fortschritte im Wasser- und Sanitärbereich wichtig, denn Frauen und Mädchen leiden unter einer unzureichenden Wasser- und Sanitärversorgung besonders.

Deutschland träge mit seiner Entwicklungszusammenarbeit der Wichtigkeit einer sicheren Wasser- und Sanitärversorgung Rechnung und sei weltweit der drittgrößte bilaterale Geber im Wassersektor, betonte das BMZ. Allein durch die finanzielle Zusammenarbeit in diesem Bereich würden knapp 70 Millionen Menschen direkt erreicht.

"Wasser - Quelle des Lebens" lautet auch das Motto der Wasserdekade der Vereinten Nationen, die sich über den Zeitraum 2005-2015 erstreckt. Sie wurde mit dem Ziel ausgerufen, die Kräfte der internationalen Gemeinschaft zu bündeln und so die drohende globale Wasserkrise abzuwenden.

Die Bundesregierung unterstützt die Arbeit der Vereinten Nationen zu Wasserfragen z.B. mit der Ansiedlung eines Büros zur UN Wasserdekade, das im Laufe dieses Jahres auf dem UN Campus Bonn seine Arbeit aufnehmen wird. Ziel ist es, die Aktivitäten der 23 UN-Organisationen und Programme, die im UN-Water-Verband zusammenarbeiten, besser zu koordinieren und zu verstärken. Die Finanzierung dieses Büros wird zunächst für drei Jahre durch die Bundesregierung geleistet.

? www.bmz.de


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