G8Berlin (epo.de). - Die Entwicklungsminister der acht reichsten Nationen der Welt (G8) sind "in zentralen entwicklungspolitischen Fragen einen großen Schritt weiter gekommen". Dieses Fazit hat die deutsche Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul zum Abschluss des Treffens der G8-Entwicklungsministerinnen und Entwicklungsminister am Dienstag in Berlin gezogen. "Mit unserer zweitägigen Konferenz haben wir den Vorbereitungen für den G8-Gipfel großen Schwung verliehen", sagte die Ministerin.

Unter dem Titel "Armut bekämpfen -  nachhaltige Entwicklung gestalten - globale Partnerschaften stärken" waren die für Entwicklungspolitik zuständigen Minister aus den G8-Staaten zu einem Treffen nach Berlin gekommen. An dem Treffen nahmen auch Ministerinnen und Minister aus den Ländern Brasilien, China, Indien, Mexiko und Südafrika sowie hochrangige Repräsentanten afrikanischer Organisationen teil. Zu diesen Organisationen gehörten die Afrikanische Union (AU), die Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB), die East African Community (EAC), die Economic Community of West African States (ECOWAS), die Intergovernmental Authority on Development (IGAD) sowie die South African Development Community (SADC).

"Konkret haben wir folgende drei Ergebnisse dieses Treffens erzielt", sagte Wieczorek-Zeul: "Erstens wollen wir den Dialog zwischen Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländern fortsetzen. Zweitens haben wir uns darauf verständigt, die regionale Kooperation in Afrika selbst zu stärken. Und drittens haben wir bei den Themen Gesundheitssysteme, Klima und Konfliktprävention für den G8-Gipfel den Weg bereitet."

Es habe breite Einigkeit geherrscht, dass der Dialog zwischen den Entwicklungs-, Schwellen- und Industrieländern intensiviert werden müsse, wie gemeinsam globale Verantwortung wahrgenommen und die weltweite Armut bekämpft werden können, sagte Wieczorek-Zeul. "Dieses Thema treibt alle gemeinsam um, und deshalb müssen wir überlegen, wie wir damit innovativ umgehen."

Die Verstärkung der regionalen Kooperation in Afrika sei eine zentrale Voraussetzung für Entwicklung, betonte Wieczorek-Zeul. Viele Länder Afrikas lägen im Landesinneren, ohne Meereszugang und seien deshalb auf enge Wirtschaftsbeziehungen und überregionale Infrastruktur angewiesen, um eigene Wirtschaftsperspektiven und Absatzmöglichkeiten zu schaffen. "Hier wartet noch großes Potenzial, das genutzt werden muss. Wir waren uns gemeinsam mit unseren afrikanischen Partnern einig, dass eine deutsche G8-Initiative zur Stärkung der regionalen Kooperation genau zur rechten Zeit kommt", hob Wieczorek-Zeul hervor.

Zu den Themen Gesundheitssysteme, Klima und Konfliktprävention führte Wieczorek-Zeul aus: "Bei all diesen Themen ist uns bewusst, dass gerade Entwicklungsländer unserer besonderen Unterstützung bedürfen. So leben zwei Drittel aller HIV-Infizierten in Afrika südlich der Sahara, und besonders Frauen sind von dieser Krankheit betroffen. Die Folgen des Klimawandels werden besonders Entwicklungsländer dramatisch betreffen; und eine große Zahl bewaffneter Konflikte findet in Entwicklungsländern statt."

Die deutsche G8-Präsidentschaft habe sich das Ziel gesetzt, an diesen Problemen anzusetzen und konkrete Initiativen zu verabschieden. "Und wir wissen auch genau, dass wir dazu zusätzliche Finanzmittel bereitstellen müssen", sagte Wieczorek-Zeul. "Deutschland ist ein international verlässlicher Partner und wird seine Zusagen einlösen, die Mittel für Entwicklungszusammenarbeit deutlich aufzustocken."

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