helpageBerlin (epo.de). - Der Liedermacher Heinz Rudolf Kunze eröffnet die von HelpAge Deutschland präsentierte Fotoausstellung "Stille Heldinnen: Afrikas Großmütter im Kampf gegen HIV/AIDS" am 14. Mai um 18:00 Uhr im Berliner Kino Babylon. Weiterer Gast ist die Südafrikanerin Thoko Molefe, die aus dem HelpAge-Projekt MUSA berichtet.

Im Anschluss an die Ausstellungseröffnung zeigt das Babylon um 20:00 Uhr den Film "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran". Berlin ist die erste Station der Wanderausstellung mit Fotografien von Christoph Gödan. Die Ausstellung ist bis zum 28. Mai täglich von 11:00 Uhr bis 23:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

"Die Hälfte der zwölf Millionen AIDS-Waisen im südlichen
Afrika wächst heute bei ihren Großmüttern auf. Dabei gehören die Alten in Afrika selbst zu den Ärmsten der Armen", erklärte Heinz Rudolf Kunze. Der Liedermacher ist zurzeit mit seiner neuen CD "Klare Verhältnisse" auf Deutschlandtournee. "HelpAge Deutschland", so Kunze weiter, "macht auf das Schicksal dieser vergessenen Heldinnen aufmerksam und unterstützt sie im Kampf für die Enkel und gegen die Krankheit. Ich wünsche mir, dass viele Menschen in Deutschland durch die Gesichter dieser Frauen bewegt und aktiv werden."

Christoph Gödans großformatige Portraits erzählen von der Energie, vom Mut und von der Würde alter Menschen in Afrika. In den vergangenen Monaten reiste der Fotograf mit einem Stipendium des Kulturwerks der Verwertungsgesellschaft Bildkunst nach Tansania und Südafrika. In zwei von HelpAge Deutschland unterstützten Hilfsprojekten portraitierte er das Leben von 55 Familien, in denen die Eltern fehlen, weil sie an AIDS gestorben sind.

MUSA, Muthande Society for the Aged, heißt das von HelpAge Deutschland unterstützte Hilfsprojekt im südafrikanischen Durban. Thoko Molefe, die mehrere Jahre im Vorstand von MUSA tätig war, wird über Frauen wie die 76-jährige Gertrud Shabalala berichten. Gertrud lebt mit vier Enkelkindern zusammen. Ihre Tochter ist vor zwei Jahren mit 36 gestorben. Im letzten Herbst ist ihre Schwiegertochter an AIDS gestorben. Ihr Sohn ist infiziert, seine neue Frau ebenfalls. Die verstorbene Tochter hat Gertrud den kleinen Ntkozo und die vierjährige Thila hinterlassen. Beide sind ebenfalls HIV-positiv. Sie haben sich bei der Geburt infiziert.

Bei MUSA findet Gertrud viel Unterstützung. "Bei MUSA haben
wir gelernt, über Sexualität und AIDS zu sprechen, aber wir haben das nicht unbedingt freiwillig gemacht. Ich zumindest nicht. Die Mitarbeiterinnen haben uns erzählt, wie wir auf unsere eigenen Kinder und Enkelkinder zugehen sollen." Für die Zukunft hofft Gertrud Shabalala vor allem, "dass nicht noch mehr Menschen in meiner Familie mit dem Virus infiziert werden. Und dass diejenigen die krank sind, trotzdem ein langes Leben führen können."

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