UNONew York/Kabul (epo.de). - Der Süden Afghanistans wird mehr und mehr zum Opium-Produktionszentrum der Welt. In dem seit Jahrzehnten von Krieg und Terror geplagten Land werde Opium aber auch zunehmend zu Heroin und Morphium verarbeitet, warnte die Drogenbehörde der Vereinten Nationen (UNODC) anlässlich des Internationalen Tages gegen Drogenmissbrauch und unerlaubten Suchtstoffverkehr am 26. Juni. Dadurch steige auch die Gefahr, dass die Opium- und Heroinsucht sich in Afghanistan selbst ausbreite.

Nach Angaben der UNODC-Vertreterin in Kabul, Christina Gynna Oguz, produzierte des Süden Afghanistans im letzten Jahr rund 6.000 Tonnen Rohopium - 92 Prozent der Weltproduktion. Allein die südafghanische Provinz Helmand liefere 42 Prozent des weltweit illegal prozuzierten Opiums. Es gebe klare Verbindungen zwischen kriminellen Drogenhandels-Netzwerken und den aufständischen Taliban, sagte Oguz.

Nach Angaben der UN-Drogenbehörde wird das meiste in Afghanistan produzierte Opium nach wie vor außer Landes geschafft und im Ausland weiter verarbeitet. Die Tatsache, dass große Mengen von Chemikalien illegal importiert würden, die zur Herstellung von Heroin und Morphium benötigt werden, beweise aber, dass die Drogenmafia im Land zunehmend selbst in der Lage sei, Opium zu verarbeiten. Mindestens 50.000 Menschen in Afghanistan seien bereits heroinabhängig. Weitere 150.000, vor allem auf dem Land, rauchten Opium.

www.unodc.org


Back to Top
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok