global_policy_forumBonn (epo). Das renommierte New Yorker Global Policy Forum (GPF) hat nun auch einen Sitz in Europa. Ab sofort soll von dem neuen Büro in Bonn aus deutsche und europäische UN-Politik kritisch beobachtet und analysiert werden. Das Global Policy Forum setzt sich dafür ein, dass multilaterale Politik gestärkt, transparenter gemacht und an den Zielen einer ökologisch tragfähigen und sozial gerechten Entwicklung ausgerichtet wird.

Zu den Zielen von GPF Europe erklärte die Vorsitzende Tanja Brühl: "Angesichts beschleunigter Globalisierung ist internationale Zusammenarbeit wichtiger denn je. Sie darf sich aber nicht in elitären Clubs oder hinter verschlossenen Konferenztüren abspielen. Mit dem Global Policy Forum wollen wir die Politik der Regierungen in den Vereinten Nationen kontinuierlich unter die Lupe nehmen und öffentlich machen. Wir werden darüber informieren, ob die Regierungen ihre internationalen Verpflichtungen, insbesondere im Bereich der Umwelt- und Entwicklungspolitik, einhalten oder nicht, und welche Folgen das für die betroffenen Menschen hat."

Besonderes Augenmerk will GPF Europe eigenen Angaben zufolge auf die Politik der Bundesregierung richten. "Das Jahr 2005 bietet mit einer Kette von Gipfeltreffen und internationalen Tagungen einmalige Gelegenheiten, um bei der Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung und bei der Schaffung demokratischer Global Governance-Strukturen politische Fortschritte zu erzielen. Es wäre fatal, wenn die Bundesregierung ihren Beitrag auf das Streben nach einem ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat verengen würde. Stattdessen erwarten wir von der Bundesregierung klare Signale für eine dauerhafte finanzielle und politische Stärkung der Vereinten Nationen im Wirtschafts- und Sozialbereich", sagte GPF Europe-Geschäftsführer Jens Martens.

Neben Studien und Veranstaltungen ist das zentrale Medium von GPF die Homepage www.globalpolicy.org. Sie zählt zu den weltweit umfangreichsten und mit mehr als 4 Mio. Besuchern (im Jahr 2004) meistgenutzten unabhängigen Internet-Quellen im Bereich internationaler Politik.

Getragen wird das Europa-Büro des GPF vom gemeinnützigen Verein Global Policy Forum Europe. Dem Vorstand gehören an: Dr. Tanja Brühl (Vorsitzende), Juniorprofessorin an der Universität Frankfurt/M.; Dr. Mich?le Roth (Schatzmeisterin), Geschäftsführerin (komm.) der Stiftung Entwicklung und Frieden; Dr. Volker Weyel, ehem. Chefredakteur der Zeitschrift Vereinte Nationen; Jens Martens (Geschäftsführender Vorstand), ehem. Programmleiter von Weltwirtschaft, Ökologie & Entwicklung (weed).

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