oecdBerlin/Paris (epo.de). - Die Mitglieder des OECD-Entwicklungsausschusses (DAC), in dem die wichtigsten Geberländer versammelt sind, haben Eckhard Deutscher zu ihrem neuen Vorsitzenden gewählt. Der Deutsche trat am Freitag sein neues Amt in Paris an. Zuletzt war Eckhard Deutscher der deutsche Exekutivdiretor bei der Weltbank in Washington. Von 1991 bis 2000 war Deutscher Direktor der Deutschen Stiftung für Internationale Entwicklung, DSE (jetzt InWEnt), in Bonn.

"Ich bin sicher, dass Eckhard Deutscher sich wie die DAC-Vorsitzenden vor ihm dafür einsetzen wird, dass die Geberländer gemeinsam mit den Entwicklungsländern alles tun, um das Leben der rund eine Milliarde Menschen, die in extremer Armut leben, zu verbessern", sagte OECD-Generalsekretär Angel Gurr?a.

Mit Blick auf seine neue Aufgabe sagte Deutscher: "Die Herausforderungen der Entwicklungspolitik wie Armut, Klimawandel, Bildung oder Gesundheit verpflichten die Geberländer und ihre Partner zur Zusammenarbeit. Die Geberländer müssen mehr Entwicklungshilfe bereitstellen und in ihrer Politik vorhersehbarer und effizienter werden. Die Entwicklungsländer müssen die Mittel gut verwalten und Rechenschaft über deren Verwendung ablegen. Ich werde als Vorsitzender des DAC auch eng mit Geberländern außerhalb des DAC, wie China und Indien, und mit den Entwicklungsländern zusammenarbeiten, um eine effektive Entwicklungszusammenarbeit zu fördern."

Der 1949 im hessischen Kelkheim geborene Deutscher verfügt über umfangreiche Erfahrungen in der Entwicklungszusammenarbeit. Seit 2002 war er der deutsche Exekutivdirektor bei der Weltbank und seit 2006 Vorsitzender des Ausschusses der Exekutivdirektoren. Von 1991 bis 2000 war Deutscher Direktor der Deutschen Stiftung für Internationale Entwicklung (DSE) in Bonn. Zuvor war er fünf Jahre lang Vertreter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Costa Rica. Deutscher hat an der Universität Frankfurt am Main in Sozialwissenschaften und Philosophie sowie in Entwicklungsstudien promoviert und an Universitäten in Deutschland, Mexiko und Peru gelehrt.

Gurr?a würdigte die Arbeit des scheidenden DAC-Vorsitzenden Richard Manning, unter dessen Ägide die Entwicklungshilfe der DAC-Länder im vergangenen Jahr auf über 100 Milliarden US-Dollar gestiegen war: "Unter Richard Mannings Führung war der OECD-Entwicklungsausschuss entscheidend an der Ausarbeitung der Paris Declaration on Aid Effectiveness beteiligt, die die gegenseitige Rechenschaft in der Entwicklungszusammenarbeit deutlich verbessert hat und ein wichtiger Schritt war, um in den ärmsten Länder der Welt die Eigenverantwortung in der Entwicklungszusammenarbeit zu stärken."

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