WHHBonn (epo.de). - Die Welthungerhilfe hat mehr Einsatz für Sanitär- und Hygienemaßnahmen sowohl in Entwicklungs- als auch in Nothilfeprojekten gefordert. "Es ist ein unpopuläres Thema, aber der Bau von Latrinen und Hygieneschulungen sind essentiell, wenn die Gesundheitssituation der Menschen in den Entwicklungsländern verbessert werden soll", sagte Martin Wolff, Programm-Manager der Welthungerhilfe für Uganda, Ruanda und Burundi.

In den Projektländern der Welthungerhilfe wird darauf geachtet, dass die neuen Wasser- und Sanitäranlagen von den Nutzern eigenständig gewartet, repariert und verwaltet werden können. Bewusstseinsbildung ist ein weiteres wichtiges Element. "In Deutschland werden Hygieneregeln seit langem von Generation zu Generation übertragen und in der Schule unterrichtet. Wo Menschen bislang ohne Leitungswasser und sanitäre Einrichtungen lebten, fehlt es noch an Aufklärung", sagte Wolff.

Falscher Umgang mit Wasser ist eine zentrale Ursache von Armut und Hunger, so die Welthungerhilfe. Täglich sterben demnach 5000 Kinder unter fünf Jahren an Durchfallerkrankungen, weil sie und ihre Eltern nicht wissen, dass unsauberes Wasser krank macht und den Tod bedeuten kann. Auch die Erwachsenen erkranken oft und sind dann nicht in der Lage, ihrer Arbeit nachzugehen oder die Felder zu bestellen.

Nach UN-Angaben haben eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Ohne sanitäre Einrichtungen müssen sogar über 2,6 Milliarden Menschen auskommen. "Sanitation" ist deshalb das Motto des diesjährigen Weltwassertags am 22. März, an dem die UN eine sanitäre Grundversorgung für alle Menschen fordern.

 www.welthungerhilfe.de
 www.worldwaterday.org


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