tdhBangkok (epo.de). - Mit einer Demonstration von Fischer-, Bauern- und Umweltorganisationen in Chiangrai/Thailand beginnen terre des hommes-Projektpartner aus Südostasien am 22. März, dem Internationalen Tag des Wassers, die Kampagne "Our Rivers, Our Life - Kinder schützen ihre Flüsse". Sie wollen erreichen, dass Umweltstandards eingehalten werden und der biologische Reichtum von Bächen, Seen und Flüssen erhalten bleibt.

"Fabriken, Großstaudämme, Bergbau oder Plantagen sollen Fortschritt und Devisen bringen, doch häufig ist der Schaden größer als der Gewinn. Flüsse werden verschmutzt, Fischarten sterben aus, die Wasserläufe werden unberechenbar für Bauern und Fischer, die ihre Lebensgrundlagen verlieren", erklärte Iris Stolz, terre des hommes-Referentin für "Our Rivers, Our Life". Mit Bildungsarbeit und öffentlichen Aktionen wolle man auf Politik und Wirtschaft Einfluss zu nehmen.

Die Kampagne sei auch ein Appell an die deutsche Politik, dem Umweltschutz und den sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Rechten der Menschen bei internationalen Wirtschaftsabkommen mehr Bedeutung beizumessen, so Stolz.

Auch in Kolumbien beteiligen sich Kinder aus Partnerprojekten von terre des hommes am 22. März an Märschen zur Verteidigung des Wassers und der kleinbäuerlichen Kulturen an Flussläufen. Ein Beispiel ist der Cacarica-Fluss im Departament Choc?, das weltweit zu den Regionen mit der höchsten Artenvielfalt gezählt wird. Diese ist nun durch agroindustrielle Exportmonokulturen bedroht, die vom Staat gefördert werden.

Derzeit ermittelt nach Angaben von terre des hommes die Staatsanwaltschaft gegen einen führenden Politiker der Regierungskoalition, dessen Firma Bananen für den Del Monte-Konzern auf Land produziere, von dem die Bauernfamilien zuvor mit Waffengewalt vertrieben worden seien. Laut Schätzungen der kolumbianischen Regierung haben Guerilla und Paramilitärs seit 1980 Kleinbauernfamilien von circa 6,8 Millionen Hektar Land vertrieben.

"Our Rivers, Our Life" engagiert sich hier für die Wiederherstellung der Rechte der Vertriebenen und den Schutz kleinbäuerlicher Kulturen. Anstelle massiver Abholzungen des Regenwaldes und Zerstörung der Artenvielfalt durch Monokulturen setzen sie auf eine nachhaltige kleinbäuerliche Produktionsweise.

www.tdh.de


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