EED logoBonn (epo.de). - Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) hat zum ersten Mal in seiner Geschichte mehr als 200 Fachkräfte unter Vertrag. Erstmals gab es mehr weibliche als männliche Fachkräfte. Das geht aus einer jetzt veröffentlichten Statistik der Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste hervor. Sie belegt, dass zum 31.12.2007 insgesamt 1503 Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer bei sechs Diensten unter Vertrag standen - 1002 allein beim staatlichen Deutschen Entwicklungsdienst, 203 beim EED und 198 bei der AGEH, dem katholischen Personaldienst.

"Es sind die Menschen, die in der Entwicklungsarbeit die zentrale Rolle spielen", erklärte Jürgen Deile, Leiter des Referats Fachkräfte im EED. "Die vom EED vermittelten Fachkräfte unterstützen unsere Partnerorganisationen in aller Welt in ihrer Arbeit für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung."

Die Vermittlung von Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfern nach dem Entwicklungshelfergesetz hat sich im Laufe der Jahre deutlich gewandelt, so der EED. Die Anforderungen an interkulturelle und soziale Kompetenz seien gestiegen, und der fachliche Hintergrund der Fachkräfte habe sich verändert.

In den Anfängen kirchlicher Entwicklungsarbeit arbeiteten vor allem Entwicklungshelfer mit medizinischer, technischer oder landwirtschaftlicher Ausbildung in den Projekten. Heute sind Fachkräfte eher als Vermittler von Kenntnissen und Erfahrungen tätig und weniger als Ausführende. Neben einem breiten Bildungshintergrund benötigen sie Fähigkeiten zum "Netzwerk-Management" oder zur innerorganisatorischen Kommunikation.

Die Fachkräfte wirkten häufig als Initiator, Moderator und Steuerer von Prozessen in den Projekten, so der EED. "Im Evangelischen Entwicklungsdienst sind es inzwischen vor allem Frauen, die diese hohen Anforderungen in die Arbeit von Partnerorganisationen einbringen", sagte Deile. Erstmals arbeiten beim EED mehr Frauen als Männer im Entwicklungsdienst.

Die aus dem Ausland zurückkehrenden Fachkräfte spielen nach wie vor eine wichtige Rolle in der entwicklungspolitischen Arbeit in Deutschland. Das Leben in anderen Ländern bietet ihnen die Chance, neue Denkweisen und Kulturen kennen zu lernen. Es fördert die Improvisationsfähigkeit und die Flexibilität im Denken und Handeln.

"Dies bereichert die Fachkräfte auch nach ihrer Rückkehr: Sie leben in unserer Gesellschaft und verlieren dennoch nie den Blick auf die Welt, die sich ihnen im Ausland eröffnet hat", so Deile. "Diese Errungenschaften können sie anderen weitervermitteln und tragen so auch in unseren Kirchen zur Förderung der weltweiten Ökumene bei."

www.eed.de
www.entwicklungsdienst.de

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