Berlin (epo.de). - Der Deutsche Christoph Flügge ist als Richter für den Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) vorgeschlagen worden. Der Gerichtshof beschäftigt sich mit schlimmsten Verbrechen in den Balkankonflikten der neunziger Jahre. Zuvor hatte der UN-Sicherheitsrat angedeutet, dass er den Vorschlag von Generalsekretär Ban Ki Moon, den deutschen Juristen auszuwählen, unterstützen werde.

Der gegenwärtige Vorsitzende des Sicherheitsrats, Botschafter Le Luong Minh aus Vietnam, gab bekannt, dass das Gremium die Nominierung von Flügge für den Straftgerichtshof unterstütze.

Flügge (61) wird Nachfolger des ebenfalls deutschen Richters Wolfgang Schomburg, der zum 18. November aus dem Amt scheidet. Der neue Richter kann auf eine lange berufliche Laufbahn zurückblicken, unter anderem als Richter in Berlin von 1983 bis 1989. Zuletzt arbeitete er als Rechtsexperte für den Europarat und für die deutsche Stiftung für Internationale Rechtliche Zusammenarbeit, die sich auf die Reform der Gefängnissysteme in der Ukraine, Russland, Rumänien, Estland und Litauen spezialisiert hat.
 
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