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Gaza/New York (epo.de). - Das Kinderhilfswerk UNICEF hat die Konfliktparteien im Gazastreifen aufgefordert, den humanitären Helfern umgehend sicheren und ungehinderten Zugang zu den Not leidenden Menschen zu verschaffen und die Verteilung von Nahrungsmitteln, Wasser, Treibstoff und Medizin zu ermöglichen. "UNICEF ist tief besorgt, dass die UN gezwungen war, ihre Hilfe aufgrund der anhaltenden Gewalt zu suspendieren. Dies kann nur die ohnehin kritische humanitäre Situation verschärfen und die Gefahr für die Kinder noch mehr erhöhen", erklärte UNICEF-Exekutivdirektorin Ann Veneman in New York.

"Das physische und psychische Leid der Kinder auf beiden Seiten muss aufhören", sagte Veneman. "Wegen der laufenden Militäroperation werden täglich Kinder getötet und verletzt. Dies ist nicht hinnehmbar. Im Gazastreifen müssen sichere Zonen eingerichtet werden und die Helfer brauchen ungehinderten Zugang, damit Kinder mit lebensnotwendigen Gütern versorgt und unterstützt werden können."

Nach von den Vereinten Nationen als glaubwürdig eingestuften Angaben wurden bei den Kämpfen im Gazastreifen seit Ende Dezember 257 Kinder und 56 Frauen getötet. Weitere 1.080 Kinder und 452 Frauen wurden verletzt. Im gleichen Zeitraum wurden nach Angaben der israelischen Regierung 1.000 Raketen auf den Süden Israels abgeschossen. Sie töteten vier Zivilisten. Auch ein Schulgebäude wurde getroffen.

Während einer dreistündigen Waffenpause gelang es UNICEF-Mitarbeitern am Donnerstag, eine kleine Zahl von Hilfsgütern zu verteilen, darunter Medikamente, Verbandszeug, Materialien zur Wasseraufbereitung und Hygieneartikel. Doch dies reiche nicht aus. so UNICEF. Allein in den 23 UN-Schulen hielten sich gegenwärtig fast 8.000 Kinder und Jugendliche auf, die dort vor den Kämpfen Zuflucht suchen. Schätzungsweise die Hälfte der 1,5 Millionen Bewohner des Gazastreifens sei unter 18 Jahre alt.

UNICEF hat gegenwärtig neun Mitarbeiter im Gazastreifen. Sobald es die Sicherheitslage erlaubt, will das Hilfswerk weitere Mitarbeiter ins Krisengebiet schicken. UNICEF stellt Medikamente, Vitamine und Treibstoff für Generatoren zur Verfügung und organisiert psychologische Unterstützung in Kinder- und Jugendgruppen.

Zusammen mit Partnern rief UNICEF über Fernsehen und Radio dazu auf, die Kinder zu Hause zu halten und informierte die Eltern darüber, wie sie besser mit verängstigten und traumatisierten Kindern umgehen können.

 


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