EEDGaza-Stadt/Bonn (epo.de). - In Gaza-Stadt ist eine vom Evangelischen Entwicklungsdienst (EED) geförderte Mutter-Kind-Klinik durch Bomben der israelischen Armee zerstört worden. "Die Klinik, alle Geräte und die medizinischen Vorräte sind zerstört", erklärte Zack Sabella, ein Mitarbeiter des Hilfswerks in Jerusalem. Da die Klinik im Kampfgebiet nahe der Grenze liegt, konnte sie seit dem 30. Dezember nicht wieder geöffnet werden.
Wie der EED am Dienstag in Bonn berichete, fielen die Bomben in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf die Klinik. Träger des Gesundheitszentrums im Stadtteil Shijaiya ist das Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge des Mittelöstlichen Kirchenrats im Gazastreifen.

Der Angriff des israelischen Bombers galt dem EED zufolge vermutlich dem Vermieter des Gebäudes, der im oberen Stockwerk des Hauses wohnte. "Minuten bevor die Rakete in das Gebäude einschlug, feuerte die israelische Armee zur Warnung eine Rakete neben die Klinik und vertrieb alle Bewohner des getroffenen Gebäudes und der umliegenden Häuser", so Sabella. Dadurch seien keine Menschen zu Schaden gekommen. Es war geplant die Klinik wieder in Betrieb zu nehmen, sobald Patienten und Personal nicht mehr gefährdet gewesen wären.

"Wir fordern ein Ende der Bombardierung von zivilen Zielen im Gaza-Streifen", sagt Claudia Warning, Vorstand Internationale Programme des EED. "Einrichtungen wie die Klinik in Shijaiya sind vom humanitären Völkerrecht geschützt, das von allen Parteien eingehalten werden muss."

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