SojabohnenKöln (epo.de). - Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) will in den nächsten drei Jahren mit 100 Millionen Euro die Landwirtschaft in Sub-Sahara-Afrika unterstützen. Das Programm "AgroAfrica" ziele darauf ab, die landwirtschaftlichen Erträge durch effiziente, Ressourcen schonende Anbaumethoden zu steigern, teilte die DEG am Dienstag in Köln mit. Zur Durchführung des Programms ist die DEG erstmals eine strategische Partnerschaft mit einer Geschäftsbank eingegangen.

Partner ist die Standard Chartered Bank (SCB), eine der führenden Banken für strukturierte Agrarfinanzierungen in Afrika. Mit der DEG als Garantiegeber könne die SCB ihre Produkte zur Erntevorfinanzierung ausbauen, erklärte die DEG.

Erstes Projekt im Rahmen von "AgroAfrica" ist eine Ausfallbürgschaft in Höhe von bis zu 200 Millionen Südafrikanischen Rand (etwa 17 Millionen Euro), die die DEG der SCB gewährt. Damit könne die SCB ein für 200 südafrikanische Farmer bestehendes Erntevorfinanzierungsprogramm auf 300 Landwirte ausweiten und auf eine langfristige Basis stellen, so die DEG. Die derzeitigen Anbauflächen von 140.000 Hektar sollen auf über 300.000 Hektar im Jahr 2012 erhöht werden. Die DEG erwartet einen Ertrag von etwa 1,1 Millionen Tonnen Weizen, Sojabohnen und Mais. Das Projekt trage  dadurch "zur Deckung der Verbrauchernachfrage und zur Erhöhung des südafrikanischen Exportpotenzials" bei.

In dem Projekt arbeitet die SCB mit der Farmsecure Capital (Pty.) Limited zusammen. Farmsecure wählt nach DEG-Angaben die Landwirte aus, biete ihnen umfassende Bodenuntersuchungen an und entwickele daraus ein Optimierungsprogramm u. a. für die Auswahl der Feldfrüchte, den Einsatz von Düngemitteln und die Bewässerung. Ein ergänzendes Versicherungspaket trage zur Risikobegrenzung bei. Denn das Hauptproblem der Landwirte in Entwicklungsländern sei die Finanzierung der vor der Ernte anfallenden Kosten wie der Kauf des Saatguts und die Bestellung des Feldes.

Die DEG erklärte, mit dem Projekt fördere sie nicht nur den Agrarsektor, sondern trage auch zur Entwicklung des afrikanischen Kapitalmarktes bei. Die Landwirte profitierten sowohl von der Bereitstellung der Finanzierung als auch von der Absicherung der Risiken vor der Ernte. Sie könnten die Produktionskosten senken, die Produktivität steigern und höhere Gewinne erzielen.

Der DEG zufolge ist geplant, "AgroAfrica" auf andere Produkte wie etwa den langfristigen Kapitalbedarf zur Finanzierung von Landmaschinen oder Bewässerungsanlagen zu erweitern. Auch an eine Ausweitung des Programms auf andere Regionen in Sub-Sahara-Afrika ist gedacht.

www.deginvest.de

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