wocManado/Berlin (epo.de). - Mit einem Appell gegen die Überfischung und weitere Verschmutzung der Meere, aber ohne konkrete Beschlüsse ist am Freitag in Manado auf der indonesischen Insel Sulawesi die World Ocean Conference (WOC) zu Ende gegangen. Die mehr als 80 Teilnehmerstaaten plädierten für Hilfen für vom Klimawandel bedrohte Küstenregionen. Indonesien, die Philippinen, Malaysia, Ost-Timor, die Solomonen und Papua-Neuguinea vereinbarten immerhin, Schutzgebiete für Korallenriffe auszuweiten und die Fischerei in manchen Küstenbereichen des südostasiatischen Korallendreiecks zu verbieten.

In der Abschlusserklärung der WOC 2009 heißt es, die Teilnehmerstaaten wollten die Verschmutzung von Küsten und Ozeanen verringern und eine nachhaltige Fischerei fördern. Mangroven, Feuchtgebiete und Korallenriffe müssten besser geschützt werden.

Das Korallendreieck im Indischen und Pazifischen Ozean soll besonders geschützt werden. Indonesiens Präsident Susilo Bambang Yudhoyono versprach, die indonesischen Schutzgebieten wegen dieses "weltweit anerkannten Schatzes" bis 2020 von derzeit 13,4 Millionen Hektar auf rund 20 Millionen Hektar auszuweiten.

Die Umweltstiftung WWF hatte davor gewarnt, die Korallenriffe könnten durch Erderwärmung, Überfischung und Umweltverschmutzung bis zum Ende des Jahrhunderts zerstört sein. 100 Millionen Menschen würden dadurch bedroht. Greenpeace erklärte, ohne eine Ausweitung der Schutzgebiete und eine Einschränkung der industriellen Fischerei seien bei einer fortschreitenden Erderwärmung Nahrungsmittelressourcen und Lebensräume der Menschen bedroht. Die Organisation rief die Staats- und Regierungschefs im Vorfeld der Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen zum Handeln auf.

www.woc2009.org

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