Umweltflüchtlinge. Foto: OxfamBremen (epo.de). - Auf dem Evangelischen Kirchentag in Bremen ist am Freitag der Film "Albtraum im Fischerboot - Afrikas Flüchtlinge und Europas Fischereipolitik" von Klaus Martens und Michael Grytz im Rahmen des 20. Fernsehworkshops Entwicklungspolitik mit dem Sonderpreis des EED "Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt" ausgezeichnet worden. Der Film themnatisiert die Überfischung der afrikanischen Küstengewässer durch europäische Fangflotten und die oft dadurch ausgelöste Migration nach Europa.

"Ich freue mich, dass 'Albtraum im Fischerboot' ausgezeichnet wird. Der Film zeigt deutlich, wie die Überfischung der afrikanischen Meere durch europäische Trawler den afrikanischen Fischern die Lebensgrundlage entzieht", sagte Wilfried Steen, Vorstand des Evangelischen Entwicklungsdienstes (EED). Die Fischer und deren arbeitslose Kinder begeben sich deshalb auf die Flucht nach Europa. Zwischen Spanien und Marokko kamen in den Jahren 1997 und 2002 schätzungsweise 10.000 Menschen bei dem Versuch nach Europa zu fliehen ums Leben. "Tote, die niemand sehen will und auch niemand sieht", heißt es im Film. "Wir in Europa müssen unseren Fischkonsum ändern und die EU Fischereiabkommen mit Afrika gerechter gestalten - der Fisch darf den Menschen in Afrika nicht geraubt werden", so Wilfried Steen.

Eindrucksvolle Bilder von den halsbrecherischen Fahrten der kleinen Fischerboote auf hoher See, bewegende Interviews mit gestrandeten Flüchtlingen, Portraits senegalesischer und mauretanischer Fischer, widersprüchliche Aussagen von Politikern und Lobbyisten - die WDR-Produktion schildert, wie die EU-Fischereipolitik Probleme für Menschen in Afrika schafft und wie der Preiskampf auf dem europäischen Nahrungsmittelmarkt den Menschen im Süden die Lebensgrundlage raubt und sie zur Flucht in die EU treibt.

Filmvorschau bei 3sat
www.eed.de

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