SimbabweBerlin (epo.de). - Die deutsche Bundesregierung will sich mit 20 Millionen Euro an einem Weltbankfonds für Simbabwe beteiligen. Das kündigte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD) bei einem Treffen mit dem Premierminister Simbabwes, Morgan Tsvangirai, am Montag in Berlin an. Der Fonds solle insbesondere der Demokratieförderung dienen, erklärte die Ministerin.

Nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) will die Bundesregierung weitere fünf Millionen Euro für Saatgut und Düngemittel bereitstellen. Mit diesen Mitteln sollten Kleinbauern bei der Aussaat unterstützt werden, hieß es. Ohne Hilfe drohe die Nahrungsmittelsituation in Simbabwe Ende des Jahres wieder dramatisch zu werden.

"Unsere Hilfe ist so angelegt, dass sie der Bevölkerung direkt zu Gute kommt", sagte Wieczorek-Zeul. "Zum einen durch die gezielte Unterstützung der Zivilgesellschaft in Simbabwe. Und zum anderen durch die Unterstützung der Reformkräfte in der Regierung aus der Partei von Morgan Tsvangirai. Menschenrechte und Demokratie müssen endlich auch in Simbabwe verwirklicht werden."

Aufgrund zahlloser Menschenrechtsverletzungen hatte das BMZ die staatliche bilaterale Entwicklungszusammenarbeit mit Simbabwe im Jahr 2002 gestoppt. Seitdem hatte die Bundesregierung die Bevölkerung in Simbabwe nur über Nichtregierungsorganisationen unterstützt.

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