Yar'AduaAbuja/Berlin (epo.de). - Das Amnestie-Programm für Rebellen aus dem Niger-Delta kann nach Ansicht des nigerianischen Staatschefs Umaru Musa Yar'Adua nur Erfolg haben, wenn alle Beteiligten ein ernsthaftes Interesse daran haben den Konflikt zu beenden. Yar'Adua hatte zuvor in der Hauptstadt Abuja 32 Rebellen empfangen, die ihre Waffen niedergelegt hatten, und ihnen für ihren "Mut und Patriotismus" gedankt.

Yar'Adua sprach bei der Eröffnung der Entwicklungskommission für das Nigerdelta (Niger Delta Development Commission, NDDC). Die Rebellenbewegung MEND hatte eine zweimonatige Feuerpause verkündet, nachdem Yar'Adua am 25 Juni eine Amnesie angeboten und ihren Führer Henry Okah freigelassen hatte.

Die Rebellen im Niger-Delta protestieren gegen die Verseuchung der Region durch die Ölförderanlangen und fordern eine gerechte Beteiligung der lokalen Bevölkerung an den Profiten. Wiederholt verübten sie Anschläge auf Pipelines und nahmen Öl-Arbeiter als Geiseln. Die Öleinnahmen sanken aufgrund der Sicherheitsprobleme im Jahr 2008 um eine Milliarde US-Dollar auf rund die Hälfte.

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