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Migranten werden von der italienischen Küstenwache aufgegriffen (2007). Foto: UNHCRGenf (epo.de). - 75 Eritreer, die mit einem Boot von Libyen aus Europa erreichen wollten, sind nach Aussagen von Überlebenden im Mittelmeer verhungert und verdurstet. Das Boot sei ohne Treibstoff hilflos im Mittelmeer getrieben, berichteten Überlebende dem UN-Flüchtlingskommissariat in Genf. "Wir sind geschockt von den Berichten", sagte UNHCR-Sprecher Andrej Mahecic am Freitag in Genf. Nach den Aussagen der Überlebenden hätten zahlreiche vorüberfahrende Schiffe keine Hilfe geleistet.

Die fünf Überlebenden der Tragödie berichteten nach Angaben des UNHCR, sie seien vor etwa 20 Tagen mit rund 80 Menschen an Bord, die meisten von ihnen aus Eritrea, in einem kleinen Boot in Tripolis gestartet, um Italien zu erreichen. Nach drei Tagen sei der Treibstoff ausgegangen, nach einige weiteren Tagen auch Wasser und Nahrungsmittel. Hilfslos im Mittelmeer treibend, sei ein Passagier nach dem anderen gestorben. Die Leichen seien von den übrigen ins Meer geworfen worden.

Ein vorbeifahrendes Fischerboot habe den auf See treibenden fünf Überlebenden Brot und Wasser gegeben, sei dann aber weitergefahren, sagte UNHCR-Sprecher Andrej Mahecic. Zahlreiche andere Schiffe seien nach den Berichten der Überlebenden vorübergefahren, ohne Hilfe anzubieten. Dies widerspreche einer lange gehegten Tradition auf See, Schiffbrüchigen zu helfen. Das UN-Hochkommissariat für Flüchtlinge sei sehr besorgt, dass "die Verhärtung der Regierungspolitik gegenüber Flüchtlingen zur See" offensichtlich zur Folge habe, dass Kapitäne ihre internationalen maritimen Verpflichtungen nicht mehr erfüllten.

Foto: Von der italienischen Küstenwache aufgegriffene Migranten (2007) © UNHCR

www.unhcr.org

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