Nahrungsmittelhilfe für Somalia. Foto: WFPNairobi/Bonn (epo.de). - In Ostafrika sind rund 20 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen, warnt die Welternährungsorganisation FAO. Die anhaltende Dürre führe zu Ernteausfällen und Verlusten am Tierbestand, berichtete die Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg am Mittwoch. “Die Unterernährung nimmt rapide zu, vor allem bei kleinen Kindern”, sagte CARE-Nothilfekoordinator Mohammed Khaled. “Wir müssen jetzt handeln, um diese Krise in den Griff zu bekommen.”

“Ursache für diese immer wiederkehrenden Dürren ist auch die Veränderung des weltweiten Klimas, wofür vor allem die reichen Länder Verantwortung tragen”, erklärte der Vorsitzende von CARE Deutschland-Luxemburg, Heribert Scharrenbroich. Aber auch die Regierungen vieler afrikanischer Länder hätten Mitschuld an der derzeitigen Krise. “Denn sie treffen nicht ausreichend Vorsorge gegen solche Engpässe, die viele Menschen mit dem Tode bedrohen.”

Aus der gesamten Region am Horn Afrikas berichten CARE-Mitarbeiter, dass Vieh verendet, weil es kaum noch Wasser und nutzbares Weideland gibt. Die Preise für Nahrungsmittel und Wasser seien stark angestiegen. Kinder können nicht mehr zur Schule gehen, weil sie bei der Beschaffung von Nahrung helfen müssten. In Somalia hätten nicht nur der Bürgerkrieg, sondern auch jährlich wiederkehrende Dürren die Zahl der Flüchtlinge weiter ansteigen lassen. In Äthiopien verschlimmerten akute Durchfallerkrankungen die Situation für die Menschen. Durch chronischen Hunger und Unterernährung sei ihr Immunsystem ohnehin angeschlagen. Auch in weiten Teilen Kenias herrsche Wasserknappheit.

Die FAO befürchtet, dass sich die Lage noch verschlimmern könnte, wenn Ende des Jahres der El Niño-Effekt einsetzt und schwere Regenfälle mit sich bringt. Die Welternährungsorganisation rechnet mit Überschwemmungen und Erdrutschen, die die ohnehin geringe Ernte vernichten und zu weiteren Verlusten am Viehbestand führen könnten.


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