standup_2009_bonn_150Berlin (epo.de). - Mit Straßenprotesten und "Stand Ups" sind am Wochenende weltweit Aktionen gegen die grassierende Armut angelaufen. In Deutschland eröffnete ein "Stand Up" bei den Vereinten Nationen in Bonn das Aktionswochenende gegen Armut. Bundespräsident Horst Köhler, Schirmherr der Aktion, wies in einem Grußwort darauf hin, "dass es Sicherheit, Wohlstand und Frieden nur geben kann, wenn wir unsere Welt als Einheit begreifen." Es sei eine Entwicklungspolitik für den ganzen Planeten nötig, die Antwort auf die globale soziale Frage gebe.

"Jeder sechste Mensch leidet Hunger! Millionen Menschen fordern, diese dramatische und beschämende Entwicklung durch einen verstärkten Kampf gegen Hunger und Armut umzukehren", erklärt Renée Ernst, die Leiterin der UN-Millenniumkampagne in Deutschland. "Mit dem Stand Up-Aktionstag fordern wir von der neuen Bundesregierung, sich im Koalitionsvertrag klar zu den Millenniumszielen zu bekennen." Alle Ministerien sollten ihre Verantwortung wahrnehmen und sich stärker im Kampf gegen Armut und Hunger engagieren.

Stand up in Bonn. Foto: UN Millenniumkampagne
Stand up in Bonn. Foto: UN Millenniumkampagne

Bundesweit erinnern mehrere hundert Aktionen an Universitäten, in Schulen, Theatern, Kirchen und auf Marktplätzen die neue Bundesregierung an die entwicklungspolitischen Zusagen Deutschlands. Weltweit reichen die Stand Ups von Protestzügen in Sierra Leone und Konzerten in Ruanda bis zu Großdemonstrationen in Bangladesh. Im vergangenen Jahr hatten sich mehr als 116 Millionen Menschen in über 100 Ländern an der Aktion beteiligt - etwa zwei Prozent der Weltbevölkerung.

www.stell-dich-gegen-armut.de

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