niebel_dirk_fdp_100Berlin (epo.de). - Fünf Jahre nach der Tsunami-Katastrophe in Südostasien hat der deutsche Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) eine positive Bilanz der geleisteten Wiederaufbauhilfe gezogen. "Das Engagement kam an und hat den Menschen wieder eine Perspektive eröffnet", sagte Niebel am Dienstag in Berlin. Durch den Tsunami am 26. Dezember 2004 waren mehr als 230.000 Menschen getötet worden. Rund 1,7 Millionen Menschen wurden obdachlos.

"Mit dem 500 Mio. Euro Hilfspaket der Bundesregierung hat Deutschland rasch und professionell helfen können", stellte Entwicklungsminister Niebel fest. Im indonesischen Aceh habe ein stabiles Umfeld geschaffen werden können, in dem die Menschen wieder eine Existenzgrundlage haben und ein normales Leben führen können. Allein hier seien mit deutscher Unterstützung über 6.000 neue Häuser, 17 Berufs- und Sekundarschulen und ein Krankenhaus aufgebaut sowie mehr als 12.000 Kredite für Klein- und Mittelunternehmen vergeben worden. Gesundheitsversorgung, Bildungschancen, das Gefühl von Sicherheit, aber auch die Möglichkeit, sich durch Kredite eine wirtschaftliche Existenz zu schaffen - dies alles geben den Menschen wieder Mut und Kraft und die Möglichkeit für ein selbstbestimmtes Leben.

"Mein besonderer Dank und Respekt gilt den vielen Aufbauhelferinnen und -helfern, die sich vor Ort mit viel Engagement und z. T. unter widrigen Lebensumständen eingesetzt haben und den vielen privaten Spendern, die durch ihre bisher nicht gekannte Spendenbereitschaft eine Vielzahl von zivilgesellschaftlichen und kirchlichen Hilfsprojekten ermöglicht haben", erklärte Niebel.

Das Hilfspaket der Bundesregierung in Höhe von 500 Millionen Euro umfasste nach Angaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) je ein Länderprogramm für Indonesien und Sri Lanka sowie ein Regionalprogramm Indischer Ozean. Indonesien, die Malediven, Myanmar, Somalia und Sri Lanka erhielten zudem Nahrungsmittelhilfe.

Im Länderprogramm Indonesien wurden laut BMZ unter anderem folgende Maßnahmen durchgeführt: Aufbau eines Tsunami-Frühwarnsystems, Bau eines Provinzkrankenhauses, Errichtung eines Berufsschulzentrums, Wiederaufbau von Schulen und Kindergärten, Wiederherstellung des Einwohnermeldewesens, Bildungs- und Beratungsmaßnahmen, Frauenfördermaßnahmen und die Förderung von Volkskreditbanken.

In Sri Lanka konnte trotz massiver Behinderungen der Hilfsmaßnahmen durch den Ende 2006 erneut ausgebrochenen Bürgerkrieg vor allem der Wiederaufbau einer Distriktwasserversorgung, ein umfangreiches Wohnungsbauprogramm sowie Infrastrukturvorhaben zur Verbesserung von Straßen und zur Entwässerung von Wohngebieten zu Ende geführt werden.

Durch das Regionalprogramm konnten viele Soforthilfe- und Wiederaufbaumaßnahmen der Kirchen, Nichtregierungsorganisationen, politischen Stiftungen und weiterer Organisationen vor allem in Indonesien, Sri Lanka, Indien, Thailand und auf den Malediven unterstützt werden.

www.bmz.de

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