oecdParis/Santiago (epo.de). - Chile wird als erstes südamerikanisches Land in die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) aufgenommen. OECD-Generalsekretär Angel Gurría und Chiles Finanzminister Andrés Velasco unterzeichneten am Montag in Santiago de Chile das Beitrittsabkommen. Der Beitritt tritt nach der Ratifizierung durch das chilenische Parlament in Kraft.

Mit Chile wächst die OECD auf 31 Mitglieder. Die Organisation erklärte, mit Mexiko und Chile als formelle Mitglieder und angesichts einer engen Zusammenarbeit mit Brasilien habe die OECD ihre Beziehungen mit Lateinamerika gestärkt. OECD-Generalsekretär Angel Gurría sagte, Chile sei beständig dabei, seine Wirtschaft zu reformieren. Diese Erfahrung werde eine Bereicherung für die OECD sein.

Die Beirittsverhandlungen zwischen der OECD und Chile hatten im Mai 2007 begonnen. Seither habe Chile beträchtliche Schritte unternommen, um Geldwäsche und Korruption zu unterbinden, lobte die OECD. Die Organisation verwies zudem auf ein beständiges Wirtschaftswachstum von fünf Prozent in den letzten 20 Jahren und beträchtliche Fortschritte bei der Verringerung der Armut.

Derzeit befinden sich der OECD zufolge vier weitere Staaten in Beitrittsverhandlungen: Estland, Israel, Russland und Slovenien. Eine enge Zusammenarbeit der OECD gibt es mit den Schwellenländern Brasilien, China, Indien, Indonesien und Südafrika.

www.oecd.org

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