windenergie_gtz_korneffel_200Köln (epo.de). - Für eine stabile Energieversorgung und im Hinblick auf den Klimawandel wird der Einsatz regenerativer Energien in Schwellen- und Entwicklungsländern immer wichtiger. Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) finanziert jetzt einen Windpark im Süden Indiens. Er soll 17 Turbinen mit einer Leistung von 26 Megawatt umfassen.

Gemeinsam mit dem französischen Entwicklungsfinancier Proparco gewährt die DEG ein langfristiges Darlehen in Höhe von 15,3 Millionen Euro für einen Windpark des indischen Unternehmens Bhoruka Power Corporation Ltd. (BPCL). Davon stellt die DEG 8,3 Mio. Euro zur Verfügung, Proparco steuert weitere sieben Mio. Euro bei. Mit im Boot ist außerdem die indische Axis Bank, die ein Darlehen in Rupien in Höhe von umgerechnet 4,3 Mio. Euro gewährt. Die Rolle des finanziellen Beraters und Arrangeurs übernahm Edelweiss Capital Limited.

Mit der Finanzierung wird BPCL nun einen Windpark mit 17 Turbinen und einer Kapazität von insgesamt rund 26 MW in der Region Karnataka im Süden von Indien errichten. Außerdem werden 12 Kilometer Hochspannungsleitungen verlegt, um den Windpark an das Stromnetz anzuschließen.

BPCL entwickelt nach Angaben der DEG seit 1992 Wasser- und Windkraftprojekte. Momentan betreibe das Unternehmen zwölf kleinere Wasserkraftwerke und drei Windparks mit einer Kapazität von rund 100 MW. Die jetzige Investition verbessere die Stromversorgung eines industriell und landwirtschaftlich wichtigen Wirtschaftsraums in Indien, in dem momentan 3.500 MW mehr Strom nachgefragt als angeboten wird.

Mit BPCL unterstützt die DEG nach eigenen Angaben ein erfahrenes Unternehmen im Bereich erneuerbarer Energien und leistet damit einen Beitrag zum Klimaschutz. Darüber hinaus zeichne sich BPCL durch hohe gesellschaftliche Verantwortung aus und verwende rund fünf Prozent der jährlichen Gewinne für soziale Projekte. So finanziere das Unternehmen beispielsweise in ländlichen Gebieten Schulen für Frauen sowie Augenkliniken, die dadurch medizinische Behandlungen zu niedrigeren Kosten anbieten könnten.

Klimaschutz ist ein wichtiger Schwerpunkt im DEG-Geschäft. Sie finanzierte bereits Wind- und Wasserkraftwerke in Afrika, Asien und Lateinamerika. Anfang 2009 arrangierte die DEG die Fremdfinanzierung in Höhe von 105 Millionen US-Dollar für den Ausbau des Kraftwerks Olkaria III, des ersten privaten geothermischen Kraftwerks in Kenia.

www.deginvest.de

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