unicef_schulkampagne_150München (epo.de). - Der internationale UNICEF-Botschafter Sir Roger Moore und die UNICEF-Paten Eva Padberg und Oliver Bierhoff haben am Freitag in München - ein halbes Jahr vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika - die Kampagne "Gib Deine Stimme ab – für Schulen für Afrika!" gestartet. Die Aktion soll allen Kindern im südlichen Afrika einen Platz in der Schule verschaffen. Nach Schätzungen von UNICEF gehen dort 45,5 Millionen Kinder nicht zur Schule.

Die Hälfte aller Kinder, die nicht zur Schule gehen, leben im südlichen Afrika. "Ohne Bildung haben diese Kinder kaum eine Chance der Armut zu entkommen", erklärte UNICEF-Botschafter Sir Roger Moore.

"Mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 blickt die Welt auf Afrika. Wir müssen diese Chance jetzt nutzen, endlich alle Kinder in die Schule zu bringen", sagte Oliver Bierhoff, Manager der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Top-Model Eva Padberg, die bereits mehrfach UNICEF-Bildungsprojekte besucht hat, sagte: "Bildung ist die beste Investition. Geber- und Entwicklungsländer müssen mehr tun, damit das Recht auf Bildung endlich für jedes Kind Realität wird."

Die Kampagne wird unterstützt von den VZ-Netzwerken (schülerVZ, studiVZ, meinVZ). Gemeinsam rufen UNICEF und die VZ-Netzwerke die Bundesbürger dazu auf, im Internet mit ihrer Unterschrift auf einem virtuellen Fußball ihre Solidarität zu zeigen. So will UNICEF Deutschland den Druck auf die Regierungen erhöhen, das Recht auf Bildung für jedes Kind zu verwirklichen. Auf einem echten Fußball unterschrieben zum Kampagnenstart am Freitag im Münchener Prinzregententheater Sir Roger Moore, Eva Padberg und Oliver Bierhoff.

Im südlichen Afrika waren nach Angaben von UNICEF im Jahr 2007 etwa 32 Millionen Kinder an keiner Schule angemeldet. Hinzu kommen die Kinder im schulpflichtigen Alter, die zwar formal eingeschult sind, den Unterricht aber nicht besuchen können - zum Beispiel, weil sie arbeiten müssen, das Geld für Schulmaterial fehlt oder die Schule zu weit entfernt ist. Insgesamt bleibt so nach UNICEF-Schätzungen im südlichen Afrika jedem dritten Kind das Recht auf Bildung verwehrt.

Mit den Millenniumszielen haben sich die Staaten unter anderem darauf geeinigt, dass bis zum Jahr 2015 alle Kinder zumindest die Grundschule besuchen und auch abschließen sollen. Dieses Ziel drohe zu scheitern, wenn die Regierungen ihre Anstrengungen nicht rasch verstärken und deutlich mehr Mittel zum Ausbau der Grundbildung bereitstellen, warnte UNICEF. Nach Berechnungen der Vereinten Nationen fehlten jährlich etwa 16 Milliarden US-Dollar, damit jedes Kind einen Platz in der Grundschule hat.

2004 hatte UNICEF gemeinsam mit der Nelson-Mandela-Stiftung und der Hamburger Gesellschaft zur Förderung der Demokratie und des Völkerrechts das Bildungsprogramm "Schulen für Afrika" gestartet. Seitdem haben nach UNICEF-Angaben mit Hilfe vieler Spender aus Deutschland 3,6 Millionen Kinder einen Platz in der Schule erhalten.

Mit dem Programm "Schulen für Afrika" hilft UNICEF, verfallene Klassenräume wieder herzurichten oder neue zu bauen. Die Dorfgemeinschaft fasst mit an und engagiert sich für die Instandhaltung. UNICEF sorgt für sicheres Trinkwasser sowie einfache Latrinen an den Schulen. Um Kinder vor Krankheiten zu schützen, werden Hygieneregeln gelehrt. UNICEF versorgt Schüler und Lehrer mit Büchern, Heften und Lehrmaterial und stellt Bänke und Tafeln für die Klassenzimmer bereit. UNICEF schult die Lehrer, damit sie ihren Unterricht kindgerechter gestalten und besser auf die Kinder eingehen. Schulleiter erhalten Hilfe, um den Schulbetrieb gut zu organisieren.

www.schulenfuerafrika.de
www.unicef.de

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