repnikBerlin (epo.de). - Der CDU-Politiker Hans-Peter Repnik ist neuer Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE). Der Rechtsanwalt und frühere Abgeordnete des Deutschen Bundestages wurde am Montagabend in der konstituierenden Sitzung des Gremiums von den Ratsmitgliedern gewählt. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte die 15 Mitglieder des RNE Anfang Juni für drei Jahre berufen.

Marlehn Thieme, Mitglied im Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland und Direktorin der Deutsche Bank AG, wurde zur stellvertretenden Vorsitzenden gewählt. Der Rat besteht aus Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gewerkschaften, Kirchen, Umweltschutz, Wissenschaft und weiteren Gesellschaftsbereichen. Er unterstützt die Bundesregierung beim Umsetzen der deutschen Nachhaltigkeitsstrategie. In der konstituierenden Sitzung beim Chef des Bundeskanzleramts, Bundesminister Ronald Pofalla, zeichneten sich bereits Schwerpunkte der künftigen Ratstätigkeit ab:

Der RNE will verstärkt an der Schaffung eines Ordnungsrahmens für eine nachhaltige Wirtschaft mitwirken. Überdies wollen sich seine Mitglieder mit Deutschlands Perspektiven in einem globalen Wettbewerb bei CO2-armen Technologien, Produktionsweisen und Geschäftsmodellen auseinander setzen. Verbinden wollen sie dies mit einem gesellschaftlichen Dialog über eine "Vision 2050" für die langfristige Entwicklung des Landes. Ein weiteres Arbeitsfeld soll die für 2012 geplante UN- Nachhaltigkeitskonferenz "Rio+20" in Brasilien sein.

"Mein Ziel ist es, das Umsteuern von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf einen nachhaltigen, ressourcen- und klima-schonenden Kurs weiter zu beschleunigen", sagte Hans-Peter Repnik nach seiner Wahl zum Ratsvorsitzenden. "Wir müssen alles tun, um ökologische, ökonomische und gesellschaftliche Schäden unabsehbaren Ausmaßes zu verhindern. Dazu will ich mit der Bundesregierung einen kritisch-konstruktiven Dialog führen. Wir werden alle Akteure immer wieder zu entschlossenem Handeln drängen", sagte der frühere Parlamentarische Staatssekretär und Vorstandsvorsitzende des Recyclingdienstleisters Duales System Deutschland AG.

Die stellvertretende Ratsvorsitzende, Marlehn Thieme, erklärte, mit welcher Herausforderung sie Deutschland konfrontiert sieht: "Um kommenden Generationen eine Perspektive zu bieten, müssen Politik und Wirtschaft, aber auch jeder und jede Einzelne ihr Denken und Verhalten jetzt ändern. Der Fokus allein auf quantitatives Wachstum wird Wohlstand und sozialen Zusammenhalt nicht sichern können", sagte Thieme.

www.nachhaltigkeitsrat.de

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