vw_stiftung_150Hamburg (epo.de). - Schlafkrankheit, Flussblindheit oder das Elefantenmann-Syndrom – besonders in Afrika leiden die Menschen unter Tropenkrankheiten, für deren Erforschung und Behandlung im Vergleich zu anderen Infektionen wie HIV/AIDS oder Malaria wenig Geld aufgewendet wird. Am Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg treffen sich jetzt Wissenschaftler, die sich stärker international vernetzen wollen.

Das Treffen hochkarätiger Tropenmediziner und afrikanischer Nachwuchswissenschaftler vom 3. bis zum 6. September in Hamburg findet auf Einladung der VolkswagenStiftung statt. Die Stiftung fördert mit ihrer Initiative "Wissen für morgen – Kooperative Forschungsvorhaben im subsaharischen Afrika" insbesondere junge afrikanische Wissenschaftler. Auf einem Statussymposium 6. September präsentieren die geförderten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler jetzt am Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin (BNITM) ihre Forschungsergebnisse.

"Wir sind gespannt auf interessante Vorträge, wenn die Ergebnisse der geförderten Forschungsarbeiten vorgestellt werden. Zudem wollen wir den jungen Wissenschaftlern Anregungen für eine erfolgreiche weitere Arbeit geben", sagte Prof. Dr. Bernhard Fleischer vom BNITM, der die Tagung organisiert. Ein weiteres Ziel der Veranstaltung liegt in der Vernetzung der wissenschaftlichen Community.

Im Rahmen ihrer Förderinitiative unterstützte die VolkswagenStiftung seit 2004 fünf tropenmedizinische Netzwerk-Projekte zwischen deutschen und afrikanischen Wissenschaftlern mit mehr als 2,1 Millionen Euro. In einem zweiten Schritt schloss sie sich 2007 mit vier europäischen Stiftungen zusammen, um die medizinische Forschung zu vernachlässigten Tropenkrankheiten (NTDs) in Afrika gemeinsam weiter zu entwickeln und herausragenden afrikanischen Nachwuchswissenschaftler/-innen weiterführende Karriereperspektiven in ihrer Heimatregion zu eröffnen.

Gründungsmitglieder der "European Foundation Initiative for African Research into Neglected Tropical Diseases" (EFINTD) sind neben der VolkswagenStiftung die portugiesische Fundação Calouste Gulbenkian, die französische Fondation Mérieux, die britische Nuffield Foundation und die italienische Fondazione Cariplo.

Über das Fellowship-Programm "Neglected Communicable Tropical Diseases and Related Public Health Research" können afrikanische Postdoktorand/-innen tropenmedizinische Projekte selbstständig entwickeln, beantragen und bearbeiten. Bisher erhielten 17 Postdoc-Fellows eine finanzielle Förderung von insgesamt knapp 2,2 Millionen Euro.

www.volkswagenstiftung.de

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