bmz_100Berlin. - In Berlin haben die Regierungen Deutschlands und Namibias über die entwicklungspolitische Zusammenarbeit verhandelt. Zum Abschluss der Beratungen traf der Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Dirk Niebel (FDP), am Mittwoch mit dem namibischen Planungsminister Tom Alweendo zusammen.

"Deutschland bekennt sich zu seiner historischen Verantwortung gegenüber Namibia und wird die enge, freundschaftliche entwicklungspolitische Partnerschaft zwischen den beiden Ländern fortsetzen", sagte Entwicklungsminister Niebel vor dem Treffen. "Nachhaltige Entwicklung setzt wirtschaftliche Entwicklung voraus, und dafür ist eine Verbesserung des Bildungsniveaus unabdingbar. Deshalb stärken wir diese beiden Bereiche in unserer Zusammenarbeit."

Angesichts des erheblichen Fachkräftemangels in Namibia und einer Arbeitslosigkeit von mehr als 50 Prozent werde die Zusammenarbeit künftig auch die berufliche Bildung sowie eine verstärkte Unterstützung der namibischen Universitäten umfassen, kündigte Niebel an.

Das BMZ sagte Namibia zudem weitere Unterstützung beim Management natürlicher Ressourcen sowie dem armutsorientierten Ausbau der Verkehrsinfrastruktur zu. "Die Bewahrung der ökologischen Ressourcen Namibias als Basis für wirtschaftliche Entwicklung durch Tourismus, Bergbau und Landwirtschaft ist Schwerpunkt unserer Zusammenarbeit", sagte Niebel. "Dabei geht es vor allem darum, der Bevölkerung die nachhaltige, produktive Nutzung dieser Ressourcen zu ermöglichen." Da Namibia zu den Ländern mit der höchsten HIV-Rate weltweit gehört, habe die Bundesregierung auch weitere Unterstützung bei der Prävention von HIV/Aids zugesichert.

Der Deutsche Bundestag hatte 1989 angesichts der besonderen historischen und moralischen Verantwortung Deutschlands die Bundesregierung zu einer besonderen Partnerschaft mit Namibia aufgefordert. Die Entwicklungszusammenarbeit ist eine tragende Säule dieser besonderen Beziehungen. Auch 21 Jahre nach der Unabhängigkeit seien die Unterschiede zwischen Arm und Reich beim Einkommen und der Teilhabe am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben noch immer extrem hoch, erklärte das Entwicklungsministerium. Hauptanliegen der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit sei es daher, die namibische Regierung bei der Schaffung von Einkommen und Beschäftigung für die Bevölkerung zu unterstützen und dadurch zur Armutsbekämpfung beizutragen.

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