careBonn. - CARE Deutschland - Luxemburg hat sich eine neue Führungsstruktur gegeben. Die Organisation reagiere damit auf sein schnelles Wachstum, erklärte der neugewählte Präsident, Staatssekretär a.D. Heribert Scharrenbroich, nach der jährlichen Mitgliederversammlung. "Seit 2005 haben wir unsere Hilfeleistungen zur Bekämpfung von Not und Armut weltweit mehr als verdoppeln können. Alleine 2010 steigerten wir unsere Projektausgaben um 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr", sagte Scharrenbroich.

Die Leitung der Hilfsorganisation, die Entwicklungsprojekte und Nothilfe weltweit durchführt, liegt zukünftig in den Händen eines zweiköpfigen hauptamtlichen Vorstandes:  Der bisherige Hauptgeschäftsführer Anton Markmiller wurde als CEO und Generalsekretär bestellt. Stellvertretende Generalsekretärin wurde Karin Kortmann, ehemalige Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Sie gehörte dem bisherigen ehrenamtlichen Vorstand von CARE seit 2004 an.

Die jährlich tagende Mitgliederversammlung bleibt das höchste Beschluss- und Aufsichtsorgan. Sie hat am Wochenende einen neunköpfigen Verwaltungsrat gewählt, mit einem Präsidium an der Spitze. "Die Tätigkeiten von CARE werden immer durch das ehrenamtliche Engagement geprägt sein. Für die Verwirklichung seiner Ziele und Beschlüsse ist aber jetzt ein hauptamtlicher Vorstand nötig und verantwortlich", erklärte Scharrenbroich. Mit Anton Markmiller und Karin Kortmann verfüge CARE über zwei ausgewiesenen Experten der Entwicklungspolitik an der Spitze. Damit sei der Verein bestens aufgestellt, um die ihm anvertrauten Mittel für zukünftige Herausforderungen zielgerichtet einsetzen zu können.

Die Mitgliederversammlung von CARE befasste sich ausführlich mit dem neuen Afrikakonzept der Bundesregierung. In dem Papier sei an fast alles gedacht, so die einhellige Meinung. Man werde die Bundesregierung auf dieser Grundlage immer wieder an die Umsetzung der proklamierten Ziele und Versprechungen erinnern. Auch CARE sehe die ungleiche Einkommensverteilung und die oftmals geringe Verantwortungsübernahme der afrikanischen Eliten für Armutsbekämpfung als großes Problem. Die Grundrechte auf Bildung und Nahrung seien fundamental und müssten massiv unterstützt werden.

"Good Governance, also die gute Regierungsführung, darf nicht zu einer Floskel verkommen", so der neue Generalsekretär von CARE Deutschland-Luxemburg, Anton Markmiller. Viele Konflikte lägen in einer vernachlässigten Politik der konsequenten Armutsbekämpfung. "Nur wenn lokale und internationale Politik, die Wirtschaft und Nichtregierungsorganisationen Hand in Hand arbeiten, sind die Millenniumsziele erreichbar", so Markmiller.

Zuvor hatte der Präsident von CARE, Heribert Scharrenbroich, seine große Enttäuschung darüber ausgedrückt, dass die Bundesregierung in dem Konzept keine Aussagen mache über den Wert der Arbeit von Nichtregierungsorganisationen. Weiterhin sei auch nicht andeutungsweise erwähnt, wie deren Arbeit besser als bisher unterstützt werden solle.

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