care_neuBerlin. - Die Hilfsorganisation CARE Deutschland-Luxemburg hat den Millenniumspreis an Ashok Bharti, Gründer der National Confederation of Dalit Organizations (NACDOR) in Indien verliehen. Mit dem Dachverband gebe Bharti den sogenannten "Unberührbaren" auf dem Subkontinent eine Stimme, lautete die Begründung für die Vergabe des Preises.

"Ashok Bharti ist selbst als Dalit geboren und engagiert sich seit Jahren gegen Armut und Ausgrenzung dieser Bevölkerungsgruppe", sagte CARE-Präsident Heribert Scharrenbroich. "Mit NACDOR gibt er den Unberührbaren eine Stimme. Bhartis Engagment für die Rechte der Dalits und zur Verbesserung ihrer sozialen Lage stellt einen bedeutenden Beitrag zur Erreichung der Millenniumsziele in Indien dar."

In indischen Kastensystem gelten mehr als 200 Millionen Menschen als Dalits, auch die "Unberührbaren" genannt. NACDOR wurde nach Angaben von CARE 2001 als Zusammenschluss verschiedener Dalit-Organisationen gegründet, um gegen Diskriminierung, Vorurteile und soziale Ausgrenzung aufgrund von Kaste, Herkunft oder Geschlecht zu kämpfen. Den NACDOR-Organisationen gehören nach eigenen Angaben etwa 20 Millionen Menschen an.

Ashok Bharti setzt sich zudem als Ratsmitglied des "Global Call to Action Against Poverty" (GCAP, in Deutschland "Deine Stimme gegen Armut") besonders stark für die Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele in Indien ein. Dieses Engagement würdigt CARE nun mit der Preisvergabe. Heribert Scharrenbroich: "Solange die Dalits in Indien kaum Chancen haben, der Armutsspirale zu entkommen, werden die Millenniumsziele in Indien nicht erreicht werden. Die Preisverleihung ist eine Aufforderung an die indische Gesellschaft, sich für die Chancengleichheit der Dalits einzusetzen."

Der CARE Millenniumspreis wird in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben. Mit der Auszeichnung ehrt CARE Persönlichkeiten, die sich besonders um die Erreichung der Millenniumsentwicklungsziele verdient gemacht haben. Frühere Preisträger sind der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker (2007) und der Schweizer Soziologe und Menschenrechter Jean Ziegler (2009).

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