kopp_gudrun_100Berlin. - Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Gudrun Kopp, hat am Donnerstag in Berlin 50 Jahre Kooperation mit Tansania gewürdigt. "Wir freuen uns mit unserem Kooperationspartner Tansania über 50 Jahre Unabhängigkeit", sagte die Staatssekretärin.

Tansania gehöre zu den bedeutenden und langjährigen Kooperationsländern der deutschen Entwicklungspolitik, so Kopp. Die Anfänge gingen bereits in die 1960er Jahre zurück. Das Land sei ein Stabilitätsanker in Ostafrika, ohne ethnische oder kriegerische Auseinandersetzungen. Tansania sei zudem Sitz mehrerer regionaler Institutionen und damit auch bedeutsamer internationaler Kooperationspartner.

Das ostafrikanische Land erlangte am 9. Dezember 1961 seine Unabhängigkeit. Kurz nach der Unabhängigkeitserklärung verbanden sich die beiden Staaten Tanganjika und Sansibar und gründeten am 26. April 1964 die Vereinigte Republik Tansania. Die tansanische Regierung verfolgt eine armutsorientierte Politik. Grundlage ist die Armutsbekämpfungsstrategie, Mkukuta genannt. Sie konzentriert sich auf Wirtschaftswachstum und Armutsbekämpfung, die Verbesserung der sozialen Grunddienste sowie die Verbesserung von Regierungsführung und Rechenschaftslegung.

"Die entwicklungspolitischen Beiträge des BMZ fügen sich in die tansanischen Strategien und in mit anderen Gebern arbeitsteilig umgesetzte Programme ein, was zur Erhöhung der Wirksamkeit beiträgt", erklärte Gudrun Kopp. "Die entwicklungsorientierte Politik des Landes hat in den letzten Jahren zu beachtlichen Erfolgen geführt: So konnte die Einschulungsrate auf über 90 Prozent aller tansanischen Kinder gesteigert werden, auch das Netz der Sekundarschulen wurde deutlich ausgebaut. Allein im Zeitraum 2007 bis 2010 konnten zusätzlich etwa 5 Millionen Tansanier an die öffentliche Trinkwasserversorgung angeschlossen werden. Die landesweite HIV-Infektionsrate ist im nationalen Durchschnitt von 7 Prozent auf 5,6 Prozent zurückgegangen. Und: Seit seiner Unabhängigkeit hat Tansania ungefähr ein Drittel seiner Landesfläche als Nationalpark oder Naturreservat deklariert, die entwicklungsorientiert genutzt werden."

Bei seiner erfolgreichen Politik zur Entwicklung des eigenen Landes wird die tansanische Regierung seit 1961 von Deutschland unterstützt. Die Kooperation konzentriert sich nach Angaben des BMZ auf die Schwerpunkte Gesundheit, Wasserver- und Abwasserentsorgung sowie Regierungsführung. Ländliche Entwicklung am nördlichen Rand der Serengeti ist aktuell ein weiteres Betätigungsfeld der Zusammenarbeit.

www.bmz.de

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