pan de 150Hamburg. - In Genf tagen vom 28. April bis 10. Mai die Vertragsstaaten des Stockholmer Übereinkommens über persistente organische Schadstoffe. Ziel der Stockholmer Konvention ist die weltweite Beseitigung von Chemikalien, die sich nur sehr langsam abbauen und die gleichzeitig giftig sind. Eines dieser Dauergifte ist das in vielen Ländern verbotene DDT, ein Insektizid, das immer noch bei der Bekämpfung der Malaria eingesetzt wird. Der Einsatz von DDT sollte zumindest stark verringert werden, fordern Kritiker.

Im Rahmen der kommenden Vertragsstaaten-Konferenz wird es unter anderem darum gehen, welche Maßnahmen ergriffen wurden und welche Maßnahmen ergriffen werden sollen, um den Einsatz von DDT in der Malariabekämpfung zu reduzieren.

"Noch immer werden in Entwicklungsländern zur Malariabekämpfung große Mengen des Dauergiftes DDT in Wohnräumen versprüht, weil die Einführung von Alternativen nicht vorankommt", sagt Carina Weber, Geschäftsführerin des Pestizid Aktions-Netzwerkes (PAN) Germany. "Sowohl von der Malaria wie auch vom DDT-Einsatz betroffen sind vor allem sehr arme Menschen. Die Vertragsstaaten müssen sich viel intensiver darum bemühen, Alternativen zu DDT, insbesondere auch nicht-chemische Alternativen, zu fördern. Jetzt, zwei Monate vor der Konferenz wird an Entwürfen für die Konferenzdokumente gearbeitet, dabei ist es wichtig, dass die Vertragsstaaten den alternativen Ansätzen mehr Gewicht geben."

Praxiserprobte Beispiele belegen nach Angaben von PAN, dass nicht-chemische Maßnahmen der Malariakontrolle dazu beitragen können, dass weniger Chemikalien zur Kontrolle von Malaria übertragenden Mücken eingesetzt werden müssen. Dies zeigten etwa Projekte in Mexiko und in den afrikanischen Ländern Kenia und Äthiopien sowie im Senegal, wo PAN Afrika und PAN Germany ein Pilotprojekt zur Förderung von nicht-chemischen Ansätzen durchgeführt haben.

Das Pilotprojekt führte dazu, dass die Menschen vor Ort durch Informationsvermittlung und Training selbst Maßnahmen ergriffen, um Brutstätten der Malaria übertragenden Mücken zu beseitigen. "Um das Leiden von an Malaria erkrankten Kindern und Erwachsenen zu reduzieren, sind oft schon einfache Maßnahmen wichtig, wie das Abdecken von Wasserbehältern und die Beseitigung von Müll in dem sich Wasser sammeln kann, weil schon kleine Wasserstellen den Mücken als Brutstätten dienen können", erläutert Carina Weber.

PAN will in Genf die Vertragsstaatenkonferenz nutzen, um sich für nicht-chemische Maßnahmen der Malariakontrolle einzusetzen.

www.pan-germany.org


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